Herbstbäckerei, Mama- und Baby-Freundschaft

Mama Baby PralinenformenZwei Tage nachdem in der Tagesschau erstmals verschneite Bilder aus der oberfränkischen Heimat über den Bildschirm flackerten, traf ich mich mit meiner Freundin zum ersten Plätzchenbacken. Der ursprüngliche Plan sah vor, unsere Babys vorab im Schwimmbad auszupowern, damit sie Ruhe geben. Obwohl wir das Schwimmen wegließen, war es ein rundum harmonisches Event. Die zwei sieben Monate alten Kinder beschäftigten sich einfach miteinander, obwohl sie sich laut diverser Artikel noch gar nicht füreinander interessieren dürften.

Zwischendurch nahm Junior auch geduldig auf Mamas Schoß Platz, vielleicht in der Hoffnung, doch etwas vom Teig naschen zu dürfen.

Handarbeit Plätzchen MarzipanWir, das heißt ich, hatten natürlich zu viele unterschiedliche Rezepte im Kopf, so dass wir doch länger in der Küche standen, als gedacht. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich echt lange keine Sauerei mehr machen durfte. Und dann war ich auch noch in einer fremden Küche, die ich nicht sauber machte. 😉

Konfekt mit Baileys, falsche Trüffel mit Rum, Spekulatius-Kekse, zweierlei Sorten Hohlpralinen, Marzipan-Nougat-Pralinen – wenn schon dann richtig! Während Schokolade schmilzt, Teig kalt gestellt wird und Zwieback einweicht ist viel Raum für Gespräche, wie so häufig nicht nur zu Baby-Kram.

Wenn allgemein diskutiert wird, wie sehr ein Kind das Leben bereichert, stimme ich zu. Für mich ist aber auch ganz besonders wichtig, wie ich mich selbst neu kennen lernte und dass ich so einen netten Menschen traf.

Spielkameraden

Babys spielenDas kleine Mädchen und der kleine Junge waren wirklich traumhaft. Selbstverständlich wurde mal gequengelt. Natürlich kroch er mal auf meine Füße zum Zeichen, dass er hochgenommen werden wollte. Freilich fand sie es zwischenzeitlich in ihrem Sitz zu langweilig. Das waren aber die Ausnahmen. Stattdessen lagen sie einander gegenüber, stahlen sich gegenseitig die Schnuller* (*yeah, das stärkt das Immunsystem!), strahlten sich gegenseitig an, betasteten sich mal vorsichtig, mal grob. Dann wieder saß einer von beiden im Türhopser, während der andere freudig dabei zusah. Sie stachelten sich regelrecht gegenseitig an. Jeder hätte klar erkennen können, dass sie miteinander vertraut sind, fast wie Geschwister. Kein Wunder, schließlich „kannten“ sie sich schon vor ihrer Geburt.


Wie sieht es bei euch aus: Waren eure oder die Sandkastenfreundschaften eurer Kinder von Dauer? Habt ihr wie ich jemanden getroffen, mit dem es euch gelungen ist, durch die Jahre Kontakt zu halten, auch wenn weitere Kinder oder die Arbeit den Zeitplan voll gemacht haben? Ich freue mich über eure Erfahrungen!

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. kinder unlimited sagt:

    Die Kinder sind völlig andere Wege gegangen, die Mütterfreundschaften sind zum Teil geblieben 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Suse sagt:

    Oh, Du kommst auch aus Oberfranken? Toll, es gibt doch noch welche „von uns“ 😉

    Hier ist es so, daß am Anfang viele Freundschaften bestanden, aber seit die Kinder ihren eigenen Kopf haben und es um Erziehungsfragen ging, nur noch sehr sehr wenige, aber haltbare Freundschaften geblieben sind. ich mag das so.
    Liebe Grüße
    Susanne

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Susanne,
      nicht die Masse macht es, richtig!
      Erziehungsmethoden sind eine Art Religion – darüber lässt sich nur schwer streiten, wenn die Beziehung nicht belastbar ist.

      Gefällt mir

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