Rezension Kombi-Kinderwagen Bergsteiger Capri – Lebe wohl!

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Wer ab und zu meinen Blog liest, der weiß schon, dass ich ein Fan unseres Kinderwagens bin. Nach wie vor wüsste ich nicht, welchen Wagen wir anstelle des Bergsteiger Capri hätten kaufen sollen. Mein Fazit ist positiv. Ich gebe ihm die Schulnote eins. Natürlich ist er nicht perfekt, welche Punkte störten werde ich aufzählen. Ich habe ihn sieben Monate schonungslos getestet. (z. B. In ÖsterreichAuf der Wanderung, Unterwegs, Im Zug

Ich hatte bereits einen Zwischenbericht zu ihm abgegeben. Jetzt möchte ich einen Art Abschlussbericht („Nachruf“) liefern, in dem ich alle Informationen aus unterschiedlichsten Artikeln vom Blog bündle und ergänze. Der Grund: Der Nachfolger ist schon da, der „Alte“ kommt weg.

Bei meiner Beschreibung des Wagens gehe ich chronologisch-funkitonell vor.

Wie bei den meisten Wägen gehören die Reifen erstmal ein paar Tage draußen ausgelüftet. Der Zusammenbau und das Zusammenklappen muss zu Beginn geübt werden und braucht auch noch ein paar zusätzliche Hände.  Später hatte ich keine Probleme mehr, innerhalb kürzester Zeit, den Wagen im – großen – Kofferraum zu verstauen oder bei Bedarf die Blickrichtung des Buggies zu wechseln, ohne das Kind rauszunehmen. Ist der jeweilige Aufsatz entfernt und der Lenker leer, drückt man zwei Schieber an den beiden Seiten des Fahrgestells, so dass die Haken, die es zusammen und aufrecht halten, nachgeben. An einem der Schieber ist ein zusätzlicher Riegel angebracht, so dass sich der Wagen nicht versehentlich selbst zusammenklappt. Um den Wagen plus eventuelles Gepäck in einem Durchschnitts-PKW zu verstauen, ist es häufig nötig, die Hinteräder abzunehmen.

Fahrgestell und Räder

Plus: Alle vier Räder sind voll gefedert und echte Luftreifen. Die beiden vorderen, etwas kleineren Räder sind schwenkbar, lassen sich aber auch feststellen. Die beiden hinteren, größeren Räder sind abnehmbar. Mit einem Durchmesser von circa 29,5 cm und einer Dicke von circa 6,5 cm bei den Hinterrädern und einem Durchmesser von circa 23 cm und einer Dicke von circa 4 cm bei den Vorderrädern ist so ziemlich jeder Weg bezwingbar, ob banaler Asphalt, Schotter, Wurzelwerk oder Schlamm. Ich hab ja alles ausprobiert! 🙂

Minus:

– Wenn man mit dem Wagen rückwärts fährt, verkeilen sich die Vorderräder gerne mal, zum Beispiel beim Ausstieg aus dem Bus.

– Einmal hatte ich einen Platten. Das liegt wohl weniger am Modell, sondern an Luftreifen an sich.

– Die Robustheit hat auch eine Kehrseite: Durch die großen Räder und das starke Gestell, ist der Wagen zusammengeklappt noch recht groß und schwer.

Zubehör

Inklusive sind Fliegennetz und Regenschutz (jeweils für Wanne und Sportwagenaufsatz verwendbar), ein Einkaufskorb und Decken:

Bergsteiger CapriPlus: Der Umfang an Zubehör ist schon mal recht löblich. Mit dabei ist jeweils eine „Decke“ für die Wanne, eine für die Schale und eine für den Buggy, die am oberen Ende schnell und einfach mit Druckknöpfen an dem jeweiligen Aufsatz befestigt werden. Beim Regenschutz ist ein kleines Fenster eingebaut, so dass man immer noch Zugriff aufs Kind hat und Luft rein lassen kann. Das Fliegennetz kann natürlich nicht alle Lücken schließen, vermochte es aber immer zu verhindern, dass Ungetier sich zum Baby verirrt.

Minus:

– Ich bin nicht die erste, die die Strapazierfähigkeit des Zubehörs bemängelt. Ein abgerissener Tragegriff an der (immer sehr voll gefüllten) Wickeltasche, ein abgegangener Druckknopf an dem (häufig an- und abmontiertem) Einkaufskorb, Kratzer an Stellen, wo der Kinderwagen/die Aufsätze etwas abfedern mussten.

– Irgendwann hat sich das Zahnrad, in dem die Fußbremse einrastet, auf einer Seite  ein wenig verschoben, so dass die Bremse häufig nicht beim ersten Mal stecken bleibt.

– Wenn der Sportwagensitz in der ganz waagerechten Liegeposition ist, lässt sich das Verdeck nicht mehr ganz ausklappen, weil die Stoffbahn, die unter der Rückenfläche endet, schlicht zu kurz dafür ist.

Zubehör extra:

Obwohl einiges an Zubehör dabei war, bin ich gut damit gefahren, noch Ergänzungen bei anderen Herstellern einzukaufen. Dazu gehörte eine Einkaufstasche für den Lenker (DM), einen Organizer für den Lenker (Rossmann), eine Kinderwagenkette und ein Sonnensegel. Über den Vertriebspartner Kinderwagen100 habe ich mir einen Ersatzschlauch besorgt. Von Freunden und Familie haben wir einen Wintersack sowie ein Schaffell. Dieses Zubehör können wir fast gänzlich weiterverwenden. Einen Getränkehalter hatte ich nicht, habe ich bislang nicht gebraucht.


Aufsätze

Bergsteiger Capri 2Babywanne: Ein großes Plus bekommt die Babywanne von mir, weil die Matratze verstellbar ist. Damit lässt sich das Baby sanft zeitweise aufrichten, wenn es so groß ist, dass es mehr von der Welt sehen möchte, aber noch nicht groß genug ist für einen halbaufrechen Sitz. Die weiche Matratze lagert Rücken und Kopf etwas höher, das schont Nacken und Muskulatur. Ich empfehle allerdings, noch etwas auf die Matratze zu legen. Zwar ist sie herausnehm- und waschbar, aber das ist doch etwas aufwändig.

Babyschale (Autositz, vergleichbar mit Maxi Cosi): Was hätten wir nur ohne dieses Ding gemacht. Zum einen war die Babyschale Voraussetzung dafür, dass wir uns für den Bergsteiger entschieden haben, weil wir ohne eigenes Auto einen Wagen brauchten, auf dem wir gleich den Autositz transportieren können. Zum anderen hielt es Junior in der Wanne bald nicht mehr aus. Wichtig: Viel länger als eine Stunde am Stück sollte aus Gesundheitsgründen kein Baby in der Schale liegen.

Bergsteiger Capri 3Sportwagenaufsatz (Buggy): Damit war ich nicht ganz zufrieden. Natürlich war es ganz toll, als mein übermotivierter, hyperinteressierter Sohn endlich sitzend durch die Gegend fahren konnte. Verglichen mit anderen Buggys und Sportwagen fand ich die Gurte aber unpraktisch und die Sitzfläche zu tief. Die Rückenlehne lässt sich nicht ganz senkrecht stellen. Die Fußstütze lässt sich auch nicht gänzlich wegklappen, so dass ich nicht weiß, was man damit machen soll, wenn das Kind wirklich groß ist. Ich könnte die Rückenlehne nur mit zwei Händen verstellen.

Die Etiketten, die darüber informieren sollen, wieviel Gewicht der Wagen aushält, sind im Buggy und Babywanne vertauscht, was erstmal für Verwirrung gesorgt hat. Toll am Sportwagen ist, dass am Verdeck per Reissverschloss ein Stück abgetrennt werden kann, was für gute Belüftung und freie Sicht aufs Kind sorgt.


So, das war der Nachruf. Für 350 Euro kann man sich nicht mehr wünschen. Möge der nächste Besitzer (wenn ebay am Samstag ausläuft ;-)) ebenso viel Spaß haben wie wir. Sollte es noch Fragen oder andere Erfahrungen geben, nur her mit euren Kommentaren! Bald berichte ich dann von meinen ersten Eindrücken vom Reisegefährt Chicco Multiway Evo. Ich bin gespannt, wie er sich auf Waldweg, im Auto, im Zug und auf dem Kreuzfahrtschiff schlägt.


Hinweise

  • Ich habe für diesen Blogbeitrag keine Gegenleistung erhalten.
  • Die im Text geäußerte Meinung sowie die verwendeten Bilder sind meine eigenen.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. kinder unlimited sagt:

    traumhaft günstiger Preis…ich bin wirklich überrascht !

    Gefällt mir

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