Baby im Kitzbühler Luxushotel – Einen Stern ziehe ich ab

Fürs Baby ist Luxus Platz und SicherheitWir drei haben uns wieder ein Hotel bei Secret Escapes rausgesucht, um einen kleinen Ausflug zu machen. Im Angebot war das Fünf-Sterne-Hotel Grand Tirolia in Kitzbühel. Nach kurzem Googeln fand ich schon einen Reisebericht zum Hotel auf dem Mami-Blog „Das Muttersein“. Verena lobte das Grand Tirolia in den höchsten Tönen, gerade weil sie mit Baby unterwegs war und sich die Hotelangestellten sehr kinderfreundlich zeigten. So konnte ich erst recht positiv gestimmt ins Auto steigen. Achtung: Es folgt Jammern auf hohem Niveau.

Die Junior-Suite

Wir hatten die Junior-Suite gebucht, um mehr Platz zu dritt zu haben. Insgesamt zahlten wir 249 Euro für unser Paket, welches die Suite, Nachmittagssnack, abendliches Fünf-Gänge-Menü, Frühstück, Zugang zum Spa-Bereich, W-Lan, Betthupferl, Parkplatz und Babybett umfasste. In einem muss ich Verena wirklich recht geben: Die Suite ist der Hammer!

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64 Quadratmeter groß ist die Suite, mit Balkon, modern-alpenländisch eingerichtet, mit separatem Schlafraum und großartigem Bad. Junior tobte sich voll aus auf dem langen Flur! Im Wohnzimmer stehen ein großer Sessel, ein Sofa sowie eine Ess-Ecke für vier Personen. Es gibt so viele Kleiderschränke, dass man wohl ein paar Monate bleiben könnte, ohne einmal die Hotelwäscherei bemühen zu müssen. Das Badezimmer besteht aus separatem WC mit WD, separater Dusche mit Regenbrause und Sitzbank, großem Bad mit zwei Waschbecken, Fußbodenheizung und Badewanne. Insgesamt gibt es drei Fernseher.

Zur Baby-Ausstattung: Es stand ein Babybett, ein Kinder-Waschset und ein Wasserkocher zur Verfügung. Aber: Der Wasserkocher funktionierte nicht. Räusper. Fünf Sterne. Räusper. Wir kochen nicht mehr jedes Mal das Wasser ab, wenn wir unserem Baby sein Essen zubereiten, deshalb reichte es uns, dass das Wasser sehr heiß aus dem Wasserhahn kam.

Pool und Sauna

Der Spa-Bereich ist sehr hübsch: Viel Platz zum Liegen und Erholen, ein großer Innen- und Außenpool, Saunalandschaft. Ich habe trotzdem etwas auszusetzen: Der Innenpool war nicht wie ausgeschrieben 30 Grad warm, weshalb wir mit Junior nach einer kurzen Runde wieder ins Trockene sind. Der Außenpool war zwar warm, aber natürlich war Ende November die Lufttemperatur für ein Baby zu kalt, weshalb wir nicht ausweichen konnten. Die große Saunalandschaft ist erst ab 18 Jahren frei, was ja völlig in Ordnung ist. Allerdings mussten wir erstmal nachhaken, damit das Textil-Dampfbad im öffentlichen Bereich eingeschaltet wurde. Ich verstehe, dass bei geringerer Gästezahl nicht alle Stromfresser ständig eingeschaltet sind, aber der Spa-Service hat sich schon arg verständnislos angestellt. Schon die Begrüßung im Spa war nach meinem Verständnis nicht eben freundlich.

Leibliches Wohl: Kuchen, Dinner, Frühstück

Am Nachmittag wurde in der Lobby ein kleines süß-deftiges Buffet aufgebaut. Alles war sehr, sehr lecker. Wasser war frei, Kaffee hätte extra gekostet.

Das Abendessen war sehr gut und kam fast an Sterne-Niveau heran. Der Unterschied zwischen Ü/F und Halbpension beträgt im Grand Tirolia pro Person 45 Euro, was bei einem Fünf-Gänge-Menü dieser Qualität ein faires Angebot ist. Die Getränkepreise sind dafür etwas höher, aber das kann man sich ja denken. Ich hätte mir nur gewünscht, dass auch hier etwas mehr auf unsere Wünsche eingegangen worden wäre. Wenn das Restaurant auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten laut Karte Rücksicht nimmt, dann sollte auch der Hinweis zur Laktoseintoleranz eines Gastes Beachtung finden.

Das Frühstücks-Buffet bot alles, was man sich wünschen könnte. Außer laktosefreier Milch, die laut Service-Kraft gerade „aus“ war. Mein Mann musste seinen Kaffee also schwarz trinken. Ärgerlich, denn beim Müsli fanden wir dann doch eine volle Kanne laktosefreier Milch.

Schlafklima

Die Heizung auf den Zimmern steuert das Hotel zentral, Gäste haben also keine Möglichkeit, auf die Temperatur Einfluss zu nehmen. Beim Schlafen hat das extrem gestört. Das Schlafzimmer ist eher ein Raum im Raum, das heißt: es gibt kein Fenster, keine Frischluft. Es war viel zu warm. Egal, wie viele Sterne ein Hotel hat, seine primäre Funktion ist es, einen Schlafplatz zu bieten. Matratze, Geräuschkulisse, Klima – das sind drei Punkte, die darüber entscheiden, wie gut man in einem fremden Bett schläft. Bei fünf Sternen rechne ich damit, dass alle drei Punkte zur vollsten Zufriedenheit erfüllt werden.

Wir hätten uns vielleicht auch mal aus der Mini-Bar bedient, allerdings gab es keine Preisliste. Übrigens gab es auch keine Preisliste zu den Massagen und weiteren Spa-Anwendungen. Als ob Geld eh keine Rolle spielen würde.

Fazit:

Auch wenn ich wieder ein paar Punkte zum Meckern gefunden habe: Ich finde, der Kurztrip und das Geld haben sich gelohnt: Ich war begeistert von unserer Suite, habe köstlich gegessen, mich über Juniors Bewegungslust und die Zeit mit meinem Mann gefreut und den Luxus genossen. Den Original-Preis würde ich aber auch dann nicht zahlen, wenn ich das Geld dafür hätte, ich würde dem Hotel keine fünf Sterne geben. Ich setze gerne wieder auf Secret Escapes, schließlich hatten wir darüber auch schon die Kleber Post gebucht (hier zum Bericht).


Wem Secret Escapes noch nichts sagt, in diesem Artikel habe ich es vorgestellt: Erfahrung mit Urlaubsclub Secret Escapes

Unser Dinner verbrachten wir ohne Junior. Und so klappte es: Babyphone vs. App: Was überwacht den Schlaf besser?

Zur Website des Hotels: http://www.grand-tirolia.com/


Hinweise

  • Ich habe für diesen Blogbeitrag keine Gegenleistung erhalten.
  • Die im Text geäußerte Meinung sowie die verwendeten Bilder sind meine eigenen.
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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Grünle sagt:

    Tolle Beschreibung. Manche Kritik-Details findet man auch in anderen guten Hotels, z.B. Klimaanlage nicht steuerbar. Uns ist dann immer viel zu heiß und wir finden es befremdlich, wenn wir nachfragen und darauf hingewiesen werden, dass wir halt das Fenster öffnen sollen. Wah! Heizung an und Fenster auf, das widerstrebt der eigenen Öko-Haltung, da muss man kein Freak sein. Die Größe der Suite und vor allem die Kleiderschrankkapazitäten fand ich hoch interessant. Wir haben immer zu wenig Platz in den Schränken – sollten vielleicht do ch mal mehr als das günstigste Zimmer mieten ;-).

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    1. Bei unserem Schlafzimmer konnte man ja noch nicht einmal ein Fenster öffnen. Die Glaswand öffnete nur den Blick ins Wohnzimmer (siehe Foto).

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  2. Grünle sagt:

    Das Bild von deinem Junior ist wieder der Hit! Wenn man noch kein Kind hätte, würde man glatt Lust bekommen sich so einen goldigen Spatz anzuschaffen.

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