Bettgeschichten: Wie viele Betten ein Baby im ersten Jahr durchprobiert

Schlafendes BabyWer ab und zu verreist, der kennt das: Von der Qualität des (Hotel-)Bettes hängt einiges an Wohlbefinden, Tatendrang und Energie ab. Unseren kleinen Mitreisenden geht es da nicht anders.


Mit etwa sechs Monaten schläft ein Baby nachts etwa zehn bis elf Stunden, über den Tag verteilt nochmal drei bis vier – je nach Tagesform. Mehr zu den Schlafgewohnheiten gibt es im Artikel https://lifeaintover.de/2015/11/17/schlaf-kindlein-schlaf-aber-wie-viel-und-wie-und-ich-auch/

Unser Junior stieg groß ein: Wie so viele andere Kinder, kam für ihn am Anfang nur in Frage, bei Mama zu schlafen. Er hat das tatsächlich überlebt, ohne im Schlaf zu ersticken.


DSC01739Irgendwann konnte ich ihn dazu bewegen, zumindest stundenweise nachts in seinem Beistellbett, dem Babybay Maxi (90 cm x 50 cm), zu schlafen.

Das Maxi hatten wir eigentlich gekauft, damit wir es länger verwenden können. *Hüstel, hüstel, räusper.*

Da schlief er eigentlich auch ganz gut, bis er minimal wuchs und entdeckte, dass man ja auch im Dunkeln wunderbar mit den Armen um sich schlagen und mit den Füßchen treten kann.


Als wir dann im Sommer einige Tage bei meinen Eltern verbrachten, probierte er dort das erste Mal ein „normales“ Babybett aus. Ich war nervös, wie lange er brauchen würde, um sich daran zu gewöhnen. Es dauerte ungefähr zwei Minuten. Er genoss sichtlich, dass er mehr Platz hatte. Enge bringt Geborgenheit? Nicht für unseren Junior. Da er das mit dem Drehen zu dieser Zeit für sich entdeckte, schepperte es aber auch in diesem Gitterbettchen ganz ordentlich.

BauchschläferSchon kurz zuvor hatten wir selbst für unseren circa 65 cm kleinen Mann ein 140 cm auf 70 cm großes Kombi-Kinderbett bestellt (von Schardt). Das Babybay fand bei ebay einen glücklichen Abnehmer. Als das Schardt kam, konnten wir es auch gut gebrauchen: Der junge Mann drehte sich nachts immer so, dass er halb in Mamas Bett, halb im eigenen schlief.

Im größeren Gitterbett konnten wir ihm sogar antrainieren, alleine einzuschlafen. Also ohne Mamas Arm. Ohne Papas Arm. Ohne Omas Arm. Einfach im Bett. Toll! Seitdem schläft er auf dem Bauch. Oder robbt gegen die nächste Wand.

Nach und nach, haben wir das Bett an seine motorischen Fähigkeiten angepasst: als er sich hinknien konnte, kam die Matratze eine Etage tiefer, als er sich erstmalig in den Stand zog, setzten wir den Lattenrost auf die unterste Stufe. Schließlich bestand sonst die Gefahr, dass er über die Brüstung fällt. Mit etwa zehn Monaten lernte er dann, selbst aus dem Bett zu steigen, so dass wir die drei Stangen an der Seite entfernten. Bis wir eine Seite ganz abnehmen werden, wird es noch ein bisschen dauern, denn er wandert teilweise viel herum und soll ja nicht aus dem Bett fallen.

Dieses Bett soll er möglichst bis zur Einschulung behalten. – Bekannte belehrten mich allerdings schon eines Besseren: Das reicht nie und nimmer so lange, auch wenn die Hersteller es einem weiß machen.


Bevor es aber zum Jumbobett weitergeht, haben wir auf jeder Reise ein anderes Hindernis zu bewältigen: Häufig werden in Hotels als Babybetten Reisebetten zur Verfügung gestellt. Die, die nicht höhenverstellbar sind und anstelle der Sprossen an den Seiten Netze haben. Junior ist jedes Mal aufs Neue fasziniert davon.

Anfangs fand er es doof, so nahe am Boden zu sein, da sieht man schließlich nix. – Mamas Rücken fand das Bücken im Übrigen auch doof. Das ist kein Problem mehr, als er ganz kooperativ aufsteht, um herausgenommen zu werden. Die Matratzen sind etwas weich. Das Netz dagegen wird vom Baby ausgiebig begutachtet, betastet, bekratzt. Bis es zu aufregend wir und er eigentlich schlafen müsste. Da klappt das Einschlafen im Bett wieder nicht mehr; aber Mamas Arm ist ja mit dabei.

Ob das Reisebett im Hotel oder auf dem Kreuzfahrtschiff steht, macht für Junior übrigens keinen Unterschied.


Emirates A380BabybettGanz was anderes ist ein Nickerchen im Flugzeug: Wenn Babys klein und leicht genug sind, können sie auf vielen längeren Strecken ein Bettchen in Anspruch nehmen. Das wollten wir auf unserem Nachtflug nach Dubai ausprobieren. Das Babybett ist nicht vormontiert. Bei Start, Landung und Turbulenzen wird es aus Sicherheitsgründen abgenommen. Das liegende Baby wird mittels Klettverschluss gesichert, der als schmales Band am oberen Rand der Babywanne verschlossen wird. Die Maße des Bettchens bei Emirates beträgt 75 cm x 33 cm x 16,5 cm, deshalb ist es für Bauchschläfer eher ungeeignet. Das Höchstgewicht des Kindes ist 11 Kilogramm (maximal ein Jahr alt). Laut Stewardess war er schon zu lang für die Wanne, weshalb Mama als Matratze herhalten musste. Da die großen Bildschirme auch nachts an und hell blieben, schlief der kleine Mann unruhig.


 

Je nach Tagesform kann man ja eigentlich überall schlafen: auf dem Sofa, auf der Krabbeldecke, im Kinderwagen, im Laufstall, in der Babytrage, im Auto, im Zug, auf dem Wickeltisch …

Was aber immer noch konkurrenzlos ist: das Bett von Mama und Papa. Das riecht so gut, ist voll bequem, und nette Gesellschaft ist auch meistens garantiert. Auch wenn Papa sich über die Tritte beschwert.


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Hinweise

  • Dieser Artikel wurde erstmalig am 24.09.2015 veröffentlicht und am 02.02.2016 aktualisiert.
  • Ich habe für diesen Blogbeitrag keine Gegenleistung erhalten.
  • Die im Text geäußerte Meinung sowie die verwendeten Bilder sind meine eigenen.
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11 Kommentare Gib deinen ab

  1. kinder unlimited sagt:

    ich finde es toll, wie lässig Du das machst !!!!

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    1. Dankeschön! Der Schlaf der Kleinen ist ja viel wichtiger als unserer (schreibe ich um 2:11 Uhr nachts ;-))

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      1. kinder unlimited sagt:

        Du Arme…kenne ich, ich habe viele Bücher nachts gelesen 😉 Aber Zeiten ändern sich 😉

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  2. Grünle sagt:

    Wo nimmst du nur die Energie her gaaaanz nebenbei noch so packend über die vielen Aktivitäten zu schreiben? Faszinierend. Glaube dein Junior wird auch später mal keine Probleme mit Hotelbetten haben, der wächst flexibel auf. Manche nehmen ja ihr eigenes Reisebett mit in Urlaub, dann hat das Kleine garantiert immer das gleiche Urlaubsbett. Halt eine Platzfrage. Und das Problem mit dem tiefen Liegen kenne ich auch, leidvoll.

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke, Gute-Nacht-Küsschen für dich. 🙂
      Junior ist -meistens -bezaubernd genug und ringt mir nicht alles ab. Außerdem macht es superviel Spaß, vor allem wenn ich so nettes Feedback erhalte.
      Ja, ich denke, er wächst in die Sache rein. Nächste Herausforderung: Schlafen im Emirates-Flieger

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      1. kinder unlimited sagt:

        wird er mit Sicherheit schaffen, Kinder wachsen in soetwas hinein!Viel Spass!!!

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      2. Danke, ich bin auch zuversichtlich!

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      3. kinder unlimited sagt:

        klar, das schafftst Du lässig!!!

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