Blogparade zusammengefasst: Mamas über den Wiedereinstieg

Baby und die weite Welt
In die Weite welt hinaus oder doch daheim bleiben?
Vor zweieinhalb Wochen rief ich zur Blogparade „Wiedereinstieg“ auf. Auch ich selbst hatte dazu einen Beitrag verfasst. Jetzt ist die Zeit gekommen, den tollen und differenzierten Beiträgen meiner Mitblogger Tribut zu zollen.

Ich glaube, dass es niemanden gibt, der nach einer längeren Auszeit oder beruflichen Isolation ganz ohne Sorgen zurück kehrt. Für manche Mamas ist es auch gar nicht möglich, ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Lest ihre Geschichten, kommentiert gerne hier, aber auch direkt auf ihren Blogs, oder folgt ihnen auf Twitter. Die Mädels freuen sich bestimmt genauso darüber wie ich. 🙂


 

Joey:

Joey wird ab April wieder wissen, was es heißt, den lieben langen Tag in öffentlichen Verkehrsmitteln und der Uni zu verbringen. Währenddessen darf „MiniMe“ noch bis zum Herbst bei Papa Simon bleiben. Joey möchte sich weder zu sehr ans Hausfrauendasein gewöhnen, noch weiterhin Studiengebühren für nichts bezahlen – ein Kind ist ja teuer genug. Vor allem geht es ihr aber darum, sich endlich wieder mehr mit Nicht-Eltern auszutauschen und die grauen Zellen zu trainieren. Ich kann nur empfehlen, bis dahin auch noch die Trennung von MiniMe zu trainieren, das macht den Anfang erträglicher!

Stephie:

Stephie hat es gleich dreimal durchgemacht: Kennenlernen, verlieben, loslassen. Und nicht mehr lange, dann steht sie vor der Wahl, wie das bei Kind Nummer 4 laufen soll. Man könnte sie als alten Hasen bezeichnen, schließlich hat sie durchwachte Nächte, Krankheiten, Trotzphasen, wankelmütige Teenager und Liebesbeweise zichmal erlebt. Aber so ist es nicht. Manches mag einfacher werden im Vergleich zum ersten Kind, vieles aber auch und erst recht nicht. So sah es bei ihr bislang aus: Erstes Kind, drei Jahre Elternzeit, zweites Kind, elf Monate Elternzeit, Studium, drittes Kind, neun Monate Elternzeit, Job, viertes Kind, … großes Fragezeichen. Stephie arbeitet gerne in ihrem Job und in ihrer Position und will zugleich das beste für ihre Kinder. Ihre Geschichte zeigt, wie zerrissen man als Mama sein kann.

 

Heike:

Mit dem Kind zu Hause zu bleiben ist im Regelfall auch ein Angriff auf die Haushaltskasse. Trotzdem ging Heike erst zum zweiten Geburtstag ihres ersten Kindes wieder arbeiten. Hinter ihr lag da eine tolle Zeit mit viel Zweisamkeit. Die Eingewöhnung in der Kita ging weniger harmonisch von statten. Das jüngere Töchterchen dagegen nahm schon mit einem Jahr die neue Umgebung in der Kita zufrieden an. Trotzdem bleibt bei Heike die Angst etwas wichtiges aus den Leben ihrer Kinder zu verpassen. Ich wünsche dir in der Arbeit schöne Aufgaben, dann musst du nicht so viel darüber nachdenken, was anderswo passiert.

Isa:

Isa musste erfahren, dass Familien nicht überall Unterstützung erfahren – erst recht nicht am Arbeitsplatz. Nach dem ersten Kind freute sie sich darauf, beruflich wieder aktiv zu werden, allerdings erstmal selbstständig. Sie sehnte sich nach den geistigen Herausforderungen und dem sozialen Austausch mit anderen. Erst mal schien ja auch alles mehr oder weniger gut zu laufen. Aber: Pläne sind das eine, das Leben etwas ganz anderes. Erst recht nach der zweiten Elternzeit – Kündigung am ersten Tag. Bei Isa kann man gut nachlesen, dass nicht jede Frau aufblüht, wenn sie bei Kindern und Küche bleiben „darf“. Ich hoffe, es gibt bald ein Happy End!

Jule:

Am Sonntag wurde Krümel ein Jahr alt, Glückwunsch! Jule konnten die ersten drei Monate gar nicht schnell genug vergehen, so ein kleines Würmchen ist ja auch echt anstrengend, und alle Eltern begleiten in dieser Zeit besonders viele Sorgen. In ihrer Elternzeit wurden sie und „Mr T“ aber ein tolles Team. Beide werden bald etliche Stunden am Tag getrennter Wege gehen. Das Loslassen wird schmerzharft, aber Jule scheint sich sicher zu sein, dass sie beide davon profiteren werden: Sie mag ihre Arbeit wirklich gerne, und der kleine Mann wird in der Kita die Abwechslung bekommen, die ihm alleine zu Hause etwas fehlt. Alles Gute euch beiden!

Sarah:

Zweifach Mama Sarah hatte das Gefühl, dass sie selbst mit einem fünf Monate alten Baby schief angeschaut wurde, weil sie zu Hause blieb. Der ältere Sohn geht halbtags in den Kindergarten. Langeweile ist für Sarah dennoch ein Fremdwort, schließlich hat sie „ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen“ zu managen. An ihrem Beispiel merkt man wieder, dass es  beim Leben und Leben lassen unter Müttern noch immer Nachholbedarf gibt.


Und wie ergeht es mir? Eine Woche nach meinem Wiedereinstieg lässt sich noch nicht viel dazu sagen. Ich merke auf jeden Fall, dass der Tag um einiges kürzer geworden ist, einiges liegen bleibt und dass ich meine Ansprüche und mein Zeitmanagement anpassen muss.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Liebe Andrea,
    danke schön für Deinen Aufruf zur Blogparade und die interessante Zusammenfassung.
    Ich habe leider zu spät davon erfahren. Vor Kurzem habe ich auch zu dem Thema geschrieben und wie es bei uns ist. Vielleicht interessiert Dich der Artikel ja trotzdem? http://www.mamis-blog.de/2016/02/10/und-was-hat-dein-chef-gesagt/
    Ich wünsche Dir eine gute Zeit im Job und dass es so läuft wie Ihr es Euch vorstellt.
    Liebe Grüße
    Renate

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