Schlemmen und Schlendern in der deutsch-tschechischen Grenzregion: Rehau, Selb und Franzensbad

Nachdem wir Ostern im schönen München verbracht hatten, fuhren wir anschließend für ein paar Tage in den Norden Bayerns nach Oberfranken. Ein paar Tipps, was man mit Baby in Hof und Bayreuth unternehmen kann, habe ich schon gegeben. Jetzt folgt ein weiterer: Franzensbad.

Kurort Franzensbad: zwischen dem Glanz alter Zeiten und Aufbruchstimmung

Junior fährt Zug70 Jahre hat es gedauert, so lange war die Bahnstrecke zwischen dem deutschen Selb und dem tschechischen Asch unterbrochen. Im vergangenen Winter wurde sie dann
wiederbelebt. Das haben wir bei erster Gelegenheit genutzt und einen Ausflug nach Franzensbad unternommen. Die Anreise erfolgte sowohl praktisch als auch kostengünstig: mit dem Egronet-Ticket, das Teile Bayerns, Thüringens, Sachsens und der Tschechischen Republik abdeckt. Junior hatte schon auf unserer Zugreise nach Frankfurt gezeigt, dass er den Freiraum im Zug liebt; insbesondere, wenn jemand mit ihm fortwährend die Gänge auf und ab geht, damit er Land und Leute bestaunen kann.

Zusammen in FranzensbadVom Bahnhof in Franzensbad sind es nur ein paar Minuten ins denkmalgeschützte Zentrum des Kurortes. Es gibt 20 Heilwasserquellen, viele Cafés, Beethoven, Strauss, Kafka und Goethe waren hier zu Gast. An vielen Ecken wird gebaut und renoviert, um den alten Glanz wieder herzustellen. Und dieser zieht schon einiges an Tourismus, aber weniger als Karlsbad oder Marienbad. Nur als wir dort waren, war erfreulich wenig los.

Die Preise stehen in der Regel sowohl in tschechischen Kronen als auch in Euro angeschrieben. Zur Orientierung: zwei Cappucchino und zwei Espressi bekamen wir in einem Café entlang der Prachtstraße für 7,20 Euro. Und natürlich holten wir uns auch Franzensbader Oblaten, sowie eine dekadente, süße Köstlichkeit, von der ich den Namen leider nicht kenne. Wir verbrachten nur eineinhalb Stunden in Franzensbad, überlegen aber schon, wieder zu kommen, um die Annehmlichkeiten eines der dortigen Spa-Hotels auszukosten. Auch das Casino mit Restaurant und Aquarium-Fußboden wollen wir uns dann ansehen. Vielleicht ist Junior dann auch mal wach.

 

 


Nach Spaziergang durch königliche Gärten in Bayreuth, am Hofer Untreusee, durch den Kleintierzoo oder den Park habt ihr jetzt vielleicht Hunger? Deshalb kommen auch noch zwei recht unterschiedliche Restaurant-Tipps:

El Gusto Rehau: Gemütlich, kinderfreundlich und lecker

Wer in einer Großstadt groß geworden ist, kann sich vielleicht gar nicht vorstellen, wie besonders eine Tapas-Bar sein kann. Und dazu noch eine so gute, gemütliche, moderne! Innerhalb der letzten Jahre hat sich die konservative Kleinstadt Rehau kulinarisch gemausert – zum Glück. Das „El Gusto“ befindet sich zentral und in bester Lage am Maxplatz. Die Speisen sind einfach aber sehr lecker, es gibt klassische Tapas, abends eine größere Auswahl warmer Gerichte und mittags ein „normales“ und ein vegetarisches Gericht. Besitzerin und Bedienung haben wir als total nett erlebt.

Wir haben auch gleich einen Wein gefunden, den wir kennen und mögen – der Einkäufer des El Gusto hat wohl Geschmack! 😉Natürlich ist ein Hochstuhl vorhanden, einen Wickelplatz gibt es leider nicht. Dafür befindet sich im hinteren Teil des Restaurants, im Wintergarten, zu dem es drei Stufen nach unten geht, eine kleine Spielecke. Und sobald es wärmer wird, kann man hinter dem Restaurant auch draußen sitzen. So ein fast geschlossener Hof ist bestimmt praktisch, wenn Junior erstmal alleine rennen kann. 🙂

 

Rosenthal Casino Selb: Schickes Ambiente, komfortable Sitze und fränkische Portionen

Für ein Abendessen zu zweit holten wir uns mal wieder Hilfe im Michelin-Führer und stießen so auf das Rosenthal Casino in Selb, das nicht nur Restaurant, sondern auch Hotel ist. In Selb ist die Porzellan-Manufaktur Rosenthal zu Hause – vor dem Essen lohnt sich daher auch der Besuch im Outlet-Center! 😉

Das Restaurant wurde aufgrund seines hohen Komforts gelobt, und diesen kann ich nur bestätigen! Ein Blickfang ist die Wand nahe des Eingangs, die aus Tausenden von Flaschenböden besteht. Bei weniger Betrieb lässt sich ein Nebenraum abtrennen, das ist angenehmer als in einem halbleeren Restaurant zu sitzen.

Ein Drei-Gänge-Menü ohne Getränke gibt es für 39 Euro, das Vier-Gänge-Degustationsmenü mit Wasser, Weinbegleitung  und Kaffee für 61 Euro pro Person. Das Essen kommt nicht ganz an Sterne-Niveau an, aber es ist super, super lecker und sieht toll aus. Bei der Zusammenstellung seines Menüs sollte man nur bedenken, dass die Portionen nicht gerade klein sind – in Franken verhungert keiner.

 

 

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