Fußball schauen mit Kleinkind – oder: Ausflugsziele in der Nähe finden

Andrea und Junior beim Amateur-FußballIn seiner nächsten Umgebung Neues zu entdecken, ist gar nicht so einfach. Ich habe schon vom Geocaching und von der Schnitzeljagd durch München erzählt. Eine weitere Möglichkeit nutzen wir gerade intensiv mit unserem Knirps: Amateur-Fußball-Spiele!

Ja, dass uns diese Methode geeignet erscheint, um neue Ausflugsziele zu finden, liegt natürlich an Juniors Vater, der ja nicht nur sein Geld mit Fußball-Wissen verdient, sondern auch alles ab 12. Liga interessant findet. Vor Juniors Geburt bin ich auch hin und wieder zu Auswärtsspielen des Lieblingsvereins mitgefahren, oder wir haben bei Kurzreisen fremde Clubs besucht, etwa in London, Madrid oder Hof. Junior war schon in Wolfratshausen (neben dem Märchenwald), in München (am Südpark, großer Spielplatz nebenan), in Eching und in Garching (am Badesee). Mein Mann trifft an jedem noch so absurden Ort Bekannte, bei denen er dann mit seinem Sohn angeben kann. 😉

Junior machte es immer Spaß, weil er herumtoben kann, oftmals andere Kinder trifft, den Männern zusehen kann, die dem Ball nachjagen, und regelmäßig Applaus bekommt (oder zumindest bezieht er das Geklatsche auf sich selbst :-D).

Für alle, die immer noch skeptisch sind, habe ich mal Pluspunkte und Tipps gesammelt. 

  • Die Spielzeiten sind über das ganze Wochenende und den ganzen Tag verteilt, es ist also auch für Kids mit ganz festem Mittagsschlaf was dabei.
  • Die Fußballplätze der kleinen Vereine liegen nicht irgendwo abseits, sondern mal mitten in der Stadt, mal im Wohngebiet oder auch im Naherholungsgebiet.
  • Es gibt beliebtes (ungesundes) Essen zu kleinen Preisen. Da freuen sich bestimmt auch ältere Geschwisterkinder.
  • Die Tickets sind erschwinglich. Kids zahlen eh nichts, häufig gibt’s sogar einen Frauenrabatt!! (ausnahmsweise bin ich da nicht beleidigt)
  • Die vier Seiten des Spielfeldes sind nicht mit Tribünen zugepflastert, häufig gibt es nur eine „ordentliche“ Tribüne; der Rest ist Wiese, auf der man es sich mit einer Decke gemütlich machen kann.
  • In der Bayernliga gibt es 36 Mannschaften, in der Regionalliga (vierthöchste Liga) 18 Mannschaften, in der 3. Liga 20 Mannschaften. Und alleine innerhalb Münchens geht es bis zur 12 Liga „runter“. Man muss also nicht weit fahren, um ein Spiel zu besuchen, kann andererseits aber auch im ganzen Bundesland Ziele entdecken.

Meine Tipps:

  • Packt eure Wickeltasche mit Sorgfalt, sorgt für Spielsachen, Essen, Decke.
  • Informiert euch, dass es sich eher um einen Sportplatz als ein Stadion handelt, dann ist ausreichend Grünfläche da, nicht nur Beton.
  • Gibt es eine Fankurve? Dann geht in die entgegengesetzte Richtung.
  • Achtet darauf, ob Müll oder Zigaretten rumliegen – nicht anders als beim heimischen Spielplatz. Ihr könnt aber sicher sein, nicht in die Hinterlassenschaften von Hunden zu treten.
  • Bleibt nur so lange, wie alle Beteiligten Lust haben, und nehmt eure Geheimwaffe gegen Schlaflosigkeit mit; in unserem Fall ist das die Babytrage.
  • Nicht zu jedem Spiel darf man einen Kinderwagen oder Thermoskannen mitbringen. Manch ein Ordner drückt da aber auch beide Augen zu.

Zusammen Fußball schauen.JPGKleinkind schläft in Babytrage

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. kinder unlimited sagt:

    mit welcher Begründung ist es denn nicht erlaubt, Thermoskanne oder Kinderwagen mitzubringen?

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    1. Es war keine Begründung angegeben. Aber ich kann es mir zusammen reimen: Die Thermoskanne gibt ein gefährliches Wurfgeschoss ab (Glasflaschen waren in Garching auch verboten). Der Kinderwagen wäre wegen der Treppen schlicht nicht zu bewegen und würde dann wohl Fluchtwege blockieren.

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      1. kinder unlimited sagt:

        Das ergibt Sinn!

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  2. Gruenle sagt:

    „Mein Mann trifft an jedem noch so absurden Ort Bekannte, bei denen er dann mit seinem Sohn angeben kann. ;-)“ – fand ich den nettesten Satz. Finds toll, wenn auch Papa stolz ist, wird ja sonst mehr uns Frauen zugeschrieben
    Die Tipps fand ich gut, also nicht zu den Superfans setzen – zu gefährlich. Bin eh eher der Sitzplatz-Typ.
    Ihr sitzt auf dem unteren Bild glaub ich auf ner Decke, vielleicht auch noch ein Kuschelkissen einpacken? Das wird ja wohl nicht als „Wurfgeschoss“ gewertet erden 😉

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