Familientaugliche Kabine 4290 auf dem Kreuzfahrt-Schiff AidaPrima

Vom 13. bis zum 20. August 2016 waren wir mit unserem 17 Monate alten Sohn auf der AidaPrima (Route „Metropolen Europas“) unterwegs. Eigentlich hatten wir angedacht, bereits im Januar das neue Flaggschiff in der Flotte von Aida zu testen – die japanische Werft konnte dem Zeitplan aber nicht gerecht werden. Jetzt möchte ich euch unsere Kabine auf der AidaPrima vorstellen. Zum Vergleich findet ihr hier unsere Kabine auf der kleineren AidaStella: Babytaugliche Kabine 4209 auf dem Kreuzfahrtschiff Aida Stella

Unsere Kabine hatte 24 Quadratmeter und kam mir sehr groß vor. Durch ein schlaues Konzept hat man das Gefühl, drei Räume zur Verfügung zu haben: den großen Schlaf- und Wohnbereich, das Bad und den begehbaren Kleiderschrank – jippie! Alternativ zum begehbaren Kleiderschrank kann man auch Kabinen mit zwei Waschbecken im Bad wählen.

Im Raum steht ein hohes Doppelbett mit einem Nachttisch zu jeder Seite sowie einem Baldachin. Richtung Fenster gibt es ein ausziehbares Sofa, auf dem auch ein größeres Kind schlafen könnte. Dem gegenüber hängen ein Wandregal und ein großer Fernseher und steht ein Schreibtisch mit Stuhl. Einen Teil des Sofas haben wir zum Wickelplatz umgebaut (Tipps auch unter Hotelzimmer für drei anpassen). Zwischen Sofa und Schreibtisch stand vor dem Fenster schon das Babybett bereit, das sich an einer Seite per Reißverschluss öffnen ließ.

Neben dem Eingang führt eine kleine Stufe zum Nassbereich. Das Bad bietet ausreichend Stauraum für eine dreiköpfige Familie auf einer einwöchigen Kreuzfahrt. Unter dem Waschbecken und über der Toilette befinden sich viele Fächer, an den Wänden viele Handtuchstangen und -haken. Es besteht eigentlich keine Gefahr, dass etwas ins WC fällt, weil man gezwungen ist, den fies knarzenden Deckel immer zu schließen, um die Spülung zu betätigen. Die Dusche ist bodentief und mit einer Glaswand und -tür abgetrennt.

Zwischen Bett und Bad ist der seeehr geräumige, begehbare Kleiderschrank. Hier haben die Koffer, der Safe, die gesamte Garderobe und – wie ich von anderen Gästen gehört habe – ein Buggy Platz. Außerdem finden sich dort die Rettungswesten für Erwachsene – mehr zur Rettungsübung auf dem Kreuzfahrtschiff: Baby nimmt’s gelassen.

Unser Sohnemann störte sich nur daran, dass sich die Türen zu Bad und Wandschrank  selbst wieder schlossen, was auf einem Schiff natürlich sinnvoll ist – zudem eine Gefahr für die Finger Juniors. Nach ein, zwei Tagen hatte er es aber >halbwegs< akzeptiert, wenn wir aus seinem Blickfeld verschwanden. Davon abgesehen, nahm er die Kabine schnell als temporäres Zuhause an. Praktisch: Im schwimmenden Hotelzimmer gibt es so gut wie keine Ecken, an denen sich der laufende Meter stoßen könnte.

Kleinkind träumt am Kabinenfenster der Aida Prima
Junior schaute gerne aus unserem großen Fenster aufs Meer oder in den Hafen.
Auf den Decks 4 und 5 haben die Außenkabinen keine Balkone, sind dafür natürlich günstiger. Wir haben den Balkon aber nicht vermisst, weil wir ein großes Fenster mit tiefem Fensterbrett hatten, wo das Meer richtig schön nahe zu sehen war. Wir haben die Balkonbesitzer nicht beneidet. Ein paar Hundert Euro Unterschied sind das schon. Wir hatten zudem den Eindruck, dass ein nicht unerheblicher Teil diese Unterkunftsart zum bequemen Rauchen wählt – und wir stehen so gar nicht auf Zigarettengeruch. Außerdem gibt es so genannte Lanai-Kabinen (Danke für den Hinweis an Detlev), die einen Wintergarten haben, welcher sich auf eine Veranda öffnen lässt –  ich halte nichts davon, da diese direkt an den Besucherwegen des Lanai-Decks liegen. Privatsphäre stelle ich mir anders vor.

Blöd ist nur, dass man auf Deck 4 genau auf Hafenhöhe ist und deshalb doch lieber mal den Vorhang zuzieht.

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Das raumnutzende Zimmerkonzept könnte von unserem schwedischen Lieblingsmöbelhaus stammen- die versuchen auch immer 30 m² auf 20 m² unterzubringen. Interessant der Tipp mit dem (nicht-)Balkon: Merken wir uns für unsere Hotels. Die Erfahrung: Balkon = Rauch können wir – leider – nur bestätigen. Lust auf Mee(h)r macht das Bild: Fern-sehnsucht mit Sunset!

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  2. Gruenle sagt:

    Sieht aus wie ein richtiges Hotelzimmer. Um den begehbaren Kleiderschrank werden dich wohl einige Leserinnenbeneiden – echt schick!

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  3. Detlef sagt:

    Bei den vermeintlichen Balkonkabinen die Du ansprichst, handelt es sich um die Lanai-Kabinen mit Wintergarten, alle anderen Kabinen sind Verandakabinen und liegen nicht „an“ Besucherwegen…

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    1. Danke für die Klarstellung! Werde ich gerne im Text ändern.

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