Essen gehen mit Kind in Rosenheim und Wikinger-Ausstellung im Lokschuppen

Dieses Mal war es gar nicht geplant, Junior auf einen Ausflug mitzunehmen. Als aber am Freitag alle Babysitter ausfielen, die ihn von der Kita hätten abholen können, nahm ich ihn in Absprache mit meinem Chef einfach auf den Betriebsausflug mit.

Es ging nach Rosenheim. Und ich kann schon mal vorwegnehmen, dass es für alle Seiten super lief! Die Kollegen waren sehr liebevoll mit meinem Sohnemann, und er bedankte sich mit Genügsamkeit, Geduld, Selbstständigkeit und Charme. Die Sonne schien auch noch.

Anreise:

Vom Münchner Hauptbahnhof oder Ostbahnhof ist man mit dem mehrmals stündlich fahrenden Regionalzug – also mit Bayernticket – innerhalb einer Dreiviertelstunde im Herzen von Rosenheim, in Sichtweite der Alpen. Im Zug hatte Junior wieder ausreichend Gelegenheit, die anderen Fahrgäste zu verzaubern, und wie immer genoss er die Aufmerksamkeit.

Schiffe, Wasser und Drachen

Im Lokschuppen in Rosenheim läuft noch bis 4.12.2016 eine Ausstellung über Wikinger. Schon entlang der Straße begrüßen den Besucher Drachenschiffe, und im Hof steht auch ein großes Boot, auf dem Große und Kleine herumklettern können.

Natürlich gibt es spezielle Kinder-Führungen, wie in vielen Museen und Ausstellungen; für ein (fast) 20 Monate altes Kind ist das freilich noch nichts. Trotzdem kamen Junior wie ich auf unsere Kosten. Es war nicht so voll, so dass ich ihn frei laufen lassen konnte, ohne ihn aus den Augen zu verlieren. Über Kopfhörer konnte ich den Ausführungen des Ausstellungs-Guides geistig folgen, während meine Füße den Entdeckungstouren meines Knirpses folgten. Unser Guide bezog auch Junior immer wieder ins Programm ein und beantwortete geduldig und kompetent alle Fragen der Erwachsenen.

Es gab in der Ausstellung nichts, was er hätte kaputt machen können, indem er seine Hände, Nase oder Füße dagegen presste. Dafür gab es lebensgroße Schattenrisse von Kühen, Schweinen und Schafen, den nachgebauten Grundriss eines Wikinger-Hauses, ein Wikinger-Schwert zum Anfassen, das illuminierte Gerippe eines Drachenbootes und eine große Leinwand, auf der abwechselnd ein Schiff und Wasser zu sehen waren. Schiff, Wasser und Drache gehören bereits zu seinem Sprach-Repertoire. Beeindruckt war Junior auch von den Vitrinen mit den Silberschätzen. Ausdrücklich erlaubt war das Klettern beim Indoor-Spielplatz mit Kunstgras. Ganz verzückt – und nicht mehr weg zu bekommen – war er, als er den Nachguss der Glocke aus der ältesten Kirche Nordeuropas läuten durfte. Anschließend war noch etwas Zeit für den Wikinger-Spielplatz, der übrigens auch ohne Ticket zugänglich ist. Ich war ganz stolz, wie super er durchgehalten hat, und ich glaube, meine Kollegen waren ebenfalls beeindruckt. 🙂

Einen Wickeltisch gibt es in der Behinderten-Toilette. Zur oberen Etage geht es alternativ zur Treppe mit dem Treppenlift oder Aufzug. Zum Lokschuppen gehört auch das Café Bistro Lok. Öffnungszeiten: Mo – Fr von 09:00 – 18:00 Uhr, Sa, So und Feiertage von 10:00 – 18:00 Uhr. Preise: Kinder bis fünf Jahren haben freien Eintritt. Ein Erwachsener im Besitz bestimmter Zugtickets zahlt 12,50 Euro. https://www.lokschuppen.de/buchung-tickets/preise.html

Der Lokschuppen auf Facebook: https://www.facebook.com/Lokschuppen

Bummeln, Shoppen, Spazieren

junior-entdeckt-eingehakeltes-fahrrad-in-rosenheimIn der Innenstadt gibt es eine sehr große Fußgängerzone, was super ist, damit sich kleine Kinderbeine gefahrlos müde laufen können. Es gibt viele kleine, individuelle Läden, ob für Tracht, Fahrrad oder Tee, also nicht nur die üblichen Ketten. Zwischen Fußgängerzone und Lokschuppen liegt ein Park. Wir hatten keine Gelegenheit mehr, ihn zu besuchen (dieses Mal), aber von Außen sah er sehr schön bepflanzt aus, und Junior rief von Ferne freudig „Wasser!“, als er den Kanal sah. Ergänzend verweise ich hier auf den Blogbeitrag von Mamilade zum Spielplatz im Riedergarten (Facebook: https://www.facebook.com/Mamilade.Ausflugstipps).

Wo könnt ihr mit Kind zu Mittag essen?

Die Wahl fiel auf das Gasthaus zum Stockhammer in der Fußgängerzone, Max-Josefs-Platz 13, Rosenheim. Die Karte bietet eine recht große Auswahl an bayerischen Gerichten, und obwohl keiner dasselbe bestellte wie ein anderer, waren doch alle zufrieden. Junior verschlief seelenruhig auf der Sitzbank das Essen, deshalb habe ich auch keinen Baby-Hochstuhl in Anspruch genommen – den es aber gegeben hätte. Im ersten Stock liegt der Klostersaal, der mit seinen kleinen Nischen an den Fenstern auch für kleinere Gruppen gemütlich ist.

Auf Facebook: https://www.facebook.com/GasthauszumStockhammer

Und wo Ihr mit Kind in Rosenheim NICHT hingehen solltet, erfahrt ihr im nächsten Artikel. 

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Gruenle sagt:

    Wieder so super lebendig und treffend geschrieben, dass man am liebsten gleich losduesen will. Danke fuer den Ausflugstipp:-)

    Gefällt 1 Person

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