5*-Thermenhotel in Bad Griesbach – mit Kind bedingt empfehlenswert

Zu Weihnachten hatten mein Mann und ich uns gegenseitig zwei Übernachtungen in einem Hotel geschenkt. Das Hotel trägt den etwas sperrigen Namen „Maximilian Quellness- und Golfhotel“, hat fünf Sterne und liegt im niederbayerischen Bad Griesbach nahe Passau und der österreichischen Grenze. Junior war natürlich mit von der Partie.


Unsere Quelle war wieder einmal Secret Escapes (Was ist Secret Escapes?). Dort fanden wir diesen Deal: pro Nacht 149 Euro für zwei Personen im Doppelzimmer (Comfort Class/ günstigste Preisklasse), mit Willkommens-Getränk, Frühstücksbuffet, abendlichem Buffet oder Galadinner, Zugang zur hoteleigenen Therme. Gratis W-LAN gehört eh dazu. Bei Buchung direkt beim Hotel hätte das 120 Euro pro Person pro Nacht gekostet.

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Schon die Kleinsten bekommen einen Willkommens-Drink.
Während wir Erwachsenen an unserem Begrüßungs-Prosecco nippten, machte es sich auch Junior in einem Ledersessel bequem und schlürfte seinen Orangensaft. Überhaupt konnte er gar nicht genug davon bekommen, die zahllosen Sitzgelegenheiten überall im Hotel auszuprobieren. Der viele Platz war beim schlechten Wetter ein echter Vorteil: Bei minus 15 Grad draußen bekam der kleine Wilde dennoch genug Auslauf. Betreute Aktivitäten gibt es übrigens für Kinder ab drei Jahren im Kids Club .

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Die Lobby ist ein guter Ort, um sich aufzuhalten und etwas zu trinken.
Mir hat neben den Ledersesseln auch die Architektur und die Atmosphäre der Lobby sehr gut gefallen: sehr offen, über mehrere Etagen verteilt, ein Hauch Luxus und ein Hauch Vergangenheit. Bei einem Kleinkind unnötig zu erwähnen, dass Treppensteigen und Aufzugfahren auf der Beliebtheitsskala ziemlich gleich hoch angesiedelt waren.

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Treppensteigen musste sein. Glücklicherweise hat Junior nicht einmal den Flügel ins Auge gefasst.

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Für unsere Zwecke war das Bad optimal ausgestattet.
Das Zimmer war eher schlicht. Und ehrlich gesagt: Die Lage war nicht die Beste, das lässt sich auf die Zimmerkategorie zurückführen. Junior jedoch fand die Aussicht klasse: Im ersten Stock direkt über dem Hoteleingang konnte er wunderbar die an- und abfahrenden Autos beobachten und sich an den noch immer mit Lichtern geschmückten Bäumen erfreuen. Das Fenster ließe sich zu einem französischen Balkon öffnen.

Auf dem Zimmer stand folgendes Kleinkind-Zubehör bereit: Ein Babybett mit Decke und Kissen – und zwar ein richtiges Bettchen aus Holz, mit herausnehmbaren Stäben, kein wie in anderen Hotels übliches Reisebett –, ein Windeleimer, ein Bademantel in Größe 122, und ein Set an Dusch- und Pflege-Utensilien. Zusätzlich praktisch: eine Minibar mit Platz für Juniors Flasche und ein Tetrapack Milch.

Platz war mehr als genug, sowohl im Zimmer als auch im Kleiderschrank.

Das Bad verfügte über eine Badewanne, zwei Waschbecken und ein separates WC. Mein Sohn hatte noch nie eine Tür gesehen, die als Spiegel getarnt war. Das führte dazu, dass er im Fitnessraum austestete, ob sich die Spiegel nicht vielleicht öffnen ließen.

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Endlich mal ein ordentliches Babybett mit herausnehmbaren Stäben – in Hotels herrschen sonst Reisebetten der Marken Hauck und Chicco vor.

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Schlichten Landhausstil gibt es in allen „Comfort Class“-Zimmern.
Das Highlight des Hotels ist natürlich sein Thermenbereich, und der Außenpool ist gerade nachts ein echter Hingucker. Auf einem Schild stand als Wassertemperatur 28 Grad Celsius angeschrieben – ich bin skeptisch, ob sich diese Temperatur bei den besagten Minusgraden halten ließ. Wir jedenfalls konnten uns nicht überwinden hineinzusteigen. War ja auch nicht nötig: Schließlich lud das andere Becken mit Thermalwasser (kein Chlor) mit 38 Grad Celsius, Sprudel und Massage-Duschen zum Entspannen ein. Wir drei teilten die Begeisterung. Und immer wieder begegneten wir Hotelgästen, die freudig unsere Wasserratte wieder erkannten. Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch, dass wir den Altersdurchschnitt ordentlich senkten, auch wenn wir im Hotel noch zwei oder drei andere Familien mit kleinen Kindern entdeckten. Das war aber bei einem solchen Kur-Hotel mit angeschlossener Hotelklinik klar.

Zum Spa-Bereich gehörten auch ein Salz-/Licht-Raum, ein türkisches Aroma-Dampfbad, ein Ruheraum (allerdings Durchgangsbereich) und eine Lounge (mit Wasser, Tee und Obst). Die Saunalandschaft haben wir nicht getestet.

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Von der Hotelbar aus hat man einen guten Blick auf den Außenpool.

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Dampfender Pool und rieselnder Schnee – ein schöner Kontrast.

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Kernstück des Spa-Bereichs ist der Thermalwasser-Innenpool.
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Trotz der Kürze unseres Aufenthalts schafften wir es zweimal in den Fitnessbereich. Zwanzig Minuten klappen sogar mit dem Zwerg im Schlepptau! Natürlich versucht er auf die Geräte zu klettern, läuft zu anderen Gästen und beobachtet sie ungeniert, sagt irgendwann „Alle Alla“ (=Schluss jetzt). Aber er hat immer gut gehört, wenn ich ihm vom Crosstrainer aus etwas zugerufen habe oder wollte, dass er wieder in mein Blickfeld kommt. Und die Menge an Gymnastikbällen sowie die Größe der Spiegel haben natürlich auch zu seiner Unterhaltung beigetragen.

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Im Hotel-Restauran bekamen wir am ersten Abend einen Tisch zugewiesen; zum Frühstück hat man die freie Platzwahl, aber Junior steuerte sofort wieder seinen Platz an, an dem noch sein Hochstuhl stand, und so blieben wir ihm treu.

Am Freitagabend gab es ein Fischbuffet, das durch Vielfalt und Qualität überzeugte. Den Wein ließen wir weg – nach einem kurzen Preis-Check entschieden wir, das Geld in den eigenen Weinkeller zu investieren. Alkoholfreie Getränke waren in Ordnung, beispielsweise eine Apfelschorle für 3,60 Euro.

Wie jeden Samstagabend gab es ein Galadinner mit fünf Gängen, bei denen man bei allen außer beim Hauptgericht zwischen zwei Optionen wählen konnte. Das Essen war gut, hätte angesichts der Sterne des Hotels aber noch etwas besser sein können – zumal bei den Suppen die Einlagen vertauscht wurden.

Das Frühstück holten wir uns am Buffet: frisches Obst, unterschiedliche Sorten Wurst, Käse, süßer Aufstrich, Cornflakes, Rührei, Pfannkuchen … Wir hatten kaum etwas zu meckern. Zwar wurde laktosefreie Milch angeboten, aber keine laktosefreie Alternative zur Butter; darauf achtet nur, wer selbst betroffen ist. restaurant_quellness-maximilian-in-bad-griesbach_lifeaintoverde-8fruhstuck_quellness-maximilian-in-bad-griesbach_lifeaintoverde-9fruhstuck_quellness-maximilian-in-bad-griesbach_lifeaintoverde-10

Zum Abschied gab es dann noch eine kleine Aufmerksamkeit: drei kleine Gläschen mit Honig aus der Region.

Weitere Infos:

  • Der Parkplatz in der hoteleigenen Tiefgarage mit Aufzug ins Hotel kostet 8 Euro pro Tag. Alternative, kostenfreie Parkmöglichkeiten fehlen fast gänzlich. Es gibt aber einen Abholservice vom Bahnhof Karpfham für alle, die mit dem Zug anreisen wollen.
  • Check-In ab 15 Uhr, Check-Out bis 12 Uhr.

Tipp: Packe mit meiner Checkliste ✅

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