Kindertrage LittleLife Ranger – Leichtgewicht für Alltag und Reise

Wir haben endlich eine neue Kindertrage gefunden, die zu uns passt! Es handelt sich um ein 1,7-Kilogramm-Leichtgewicht, das in der Standardausführung fast ganz ohne Zubehör daherkommt. Der britische Hersteller LittleLife hat die Trage „Ranger“ für Kinder im Alter von sechs bis 36 Monaten konzipiert (UVP 119,99 Euro). Auf Flugreisen muss die Kraxe als Sperrgepäck aufgegeben werden, was bei den meisten Fluggesellschaften wie bei Buggy und Autokindersitz kostenlos möglich ist. 


Junior hat „meiner Kralle!“ („meine Trage“) sofort ins Herz geschlossen. Optional lässt sie sich mit Tasche, Sonnendach, Regenschutz, Steigbügel und alternativem Kissen ausstatten.

Bislang sind wir ja sehr zufrieden mit der Manduca-Kindertrage gewesen, aber aufgrund von Größe und Gewicht des kleinen Rackers habe ich vier Monate lang die Augen nach einer Alternative offen gehalten.

Das Gestell der Ranger besteht aus leichtem Aluminium. Im Hüftgürtel sind auf beiden Seiten kleine Taschen integriert. Auf Kinnhöhe des Kindes gibt es ein 20 Zentimeter breites, abnehmbares Kissen mit Gruffelo-Motiv (alternative Motive erhältlich).

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Viel Platz ist in der Tasche des Hüftgürtels nicht. Ich bin auf einen kleineren Geldbeutel umgestiegen, das klappt gut.

Auspacken und erste Gehversuche

Für die Trage haben wir rund 90 Euro bezahlt. Sie kommt schon fertig zusammen gebaut. Die Anleitung war knapp und verständlich, so konnte ich gleich damit loslegen, die Riemen auf mich einzustellen.

Für den Träger gibt es folgende Anpassungsmöglichkeiten: Länge des Rückens (von S bis XL, ich wählte L; der Hüftgürtel sollte auf der Hüfte aufliegen), Breite und Höhe des Brustgurtes (idealerweise 4 Zentimeter unterhalb des Schlüsselbeines), Länge von Hüftgürtel und Trägern, Länge der Schulter-/ Nackengurte.


Dann durfte Junior rein:

  • Trage auf den Boden stellen und mit dem Fuß stabilisieren.
  • Sicherungsgurte lösen und umschlagen, so dass schön Platz ist; Kind in die Trage setzen. Das Kinn sollte auf Höhe des Kissens sein – die Höhe des Sitzes lässt sich anpassen.
  • Gurt über den Kopf des Kindes heben, die Brustschnalle festziehen, so dass sie mittig auf der Brust des Kindes liegt.
  • Die drei Gurte links, rechts und zwischen den Beinen schließen. Den Spielraum innerhalb der Trage ebenfalls mit seitlichen Gurten anpassen.

Das klingt jetzt vielleicht nach ein bisschen viel, in der Praxis braucht man aber nur eine halbe Minute. Ich hab das mal hier mit Pandabär festgehalten: 🙂


Auch wichtig: Die Trage lässt sich mit Kind absetzen und steht auch gaaanz kurz alleine – darauf würde ich mich aber nicht verlassen, selbst bei einem ganz braven Kind.

Das erste Zubehör, das ich mir zugelegt habe, war eine Tasche (13€). Die Tasche wird einfach unter dem Sitz des Kindes eingehakt. Der Reißverschluss der Tasche könnte besser platziert sein, aber sie tut ihren Dienst. Nicht nur auf Spaziergängen praktisch für Wickelutensilien und Essen – es passen auch Schlafsack, Bettlaken und Co. rein, was man regelmäßig von der Kita mit nach Hause bringt.

Das weitere Zubehör stelle ich im nächsten Teil vor.

Zubehör zur Kindertrage LittleLife Ranger: Tasche und Steigbügel

Auf der Website des Herstellers gibt es auch eine 3D-Darstellung der Trage: https://www.littlelife.com/en-de/products/child-carriers/ranger#features-section

Kraxe oder Babytrage?

Was ist meiner Erfahrung nach der Unterschied zwischen dieser Kindertrage (Kraxe) und einer Babytrage? In der Babytrage ist das Kleine ganz nah bei der Mama, kein Stoff der Trage trennt die beiden, so wie bei einem Tragetuch. Das Kind sollte den Bauch immer zum Träger haben, dann sitzt es in der gesunden Anhock-Spreiz-Haltung, mit rundem Rücken. Die Babytrage ist sehr leicht und kompakt, besteht sie ja nur aus Stoff. Die meisten Babytragen können ab der Geburt verwendet werden, gegebenenfalls mit einem Einsatz. Auch wenn das Kind schläft, ist es mit wenigen Griffen aus der Trage zu befreien. Der Unterschied zwischen Babytrage und Tragetuch? Im Großen und Ganzen eine Geschmacksache.

Die Kindertrage ist für uns jetzt das Richtige, weil sie das Gewicht von Junior besser verteilt, ihm viel mehr Platz und Stabilität gibt, da er ja nicht mehr an meinem Rücken „klebt“. Sie ist auch mit dickeren Jacken besser anzulegen und bietet mit der optionalen Tasche einen Ersatz für einen kleinen Rucksack. Junior empfindet die gute Aussicht als großen Pluspunkt- er kann jetzt ohne akrobatische Einlagen über meine Schulter sehen.

In beiden Fällen ist das Kind gut bei Mama oder Papa aufgehoben, die trotzdem die Hände frei haben. In jedem Fall empfehle ich euch wärmstens die Lektüre von Fünf Situationen, in denen die Trage den Buggy schlägt 🙂

Erfahrungen mit anderen Tragen

Diverse Berichte zur Manduca-Babytrage gibt es hier: Erwähnungen im Blog

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Wir hatten auch einen der Klassiker schlechthin getestet: Die Kraxe „Poco“ von Osprey (nicht abnehmbare Tasche). Ich fand einfach keine Einstellung, mit der ich mich gut bewegen konnte und war froh, sie nur übers lange Wochenende beim Alpenverein ausgeliehen zu haben. Für den Alltag war die Kraxe auch definitv zu groß und zu schwer – immerhin bringt sie das Doppelte wie unsere LittleLife Ranger auf die Waage. Das heißt nicht, dass  sie für andere nicht ideal ist: Steffi bricht in ihrem Gastbeitrag über Kanada eine Lanze für die Osprey Poco AG Premium.

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Und auch einen Tragerucksack hatten wir im Visier. Er ist leider total durchgefallen. Meinen Testbericht zum (wieder zurück geschickten) Montis Tragerucksack findet ihr hier: Test Montis Walk Trage-Rucksack fürs Kleinkind – leider nicht empfehlenswert 

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