Urlaub mit Kleinkind auf Mallorca: Hotel Inturotel Cala Azul in Cala d’Or

Das war unser erster Urlaub zu dritt auf Mallorca. Wir hielten hinsichtlich Mallorca die Nase ziemlich hoch. Diese Sichtweise hat sich glücklicherweise geändert, die spanische Insel kann durch ihre Vielfalt auch Weltenbummlern so ziemlich alles bieten. Dass wir zwischen Zitronenbäumen und Kakteen wandelten, während in München nochmals Schnee fiel, trug natürlich zum positiven Fazit bei. 🙂

Wir verließen uns bei der Wahl unserer Unterkunft auf Mallorca auf die Kundenbewertungen, Bilder und den Preis bei booking.com. Wir buchten fünf Nächte ohne Verpflegung für 255 Euro in einem Apartment im Inturotel Cala Azul Garden in Cala d’Or (Ostersonntag bis Freitag). Zwar hatten wir vor, Ausflüge zu unternehmen, beschlossen aber, dass für einen Halbtages- oder Tagesausflug auf einer kleinen Insel wie Mallorca mit dem Mietwagen alle Ziele gut zu erreichen sind. Cala d’Or ist eigentlich keine echte Stadt, sondern der Zusammenschluss verschiedener Resorts, also sehr touristisch – mit den üblichen Vor- und Nachteilen.

Entgegen meiner Erwartung war der Ort nicht völlig von „den Deutschen“ vereinnahmt. Von den Familien schnappten wir neben Deutsch auch häufig Englisch und Spanisch auf. Entsprechend sind auch die meisten Speisekarten im Ort in diesen drei Sprachen verfügbar.
Cala d'Or Inturotel_lifeaintoverde
Unser geräumiges Apartment bestand aus einem Wohnzimmer mit Kochnische, zwei Schlafsofas und Couch-Tisch, Esstisch mit vier Stühlen, Fernseher und Kommode. Alle Böden sind gefliest, das kann beim Verrücken des Holzmobiliars etwas lauter werden. Den Wandschrank im Eingangsbereich haben wir als Garderobe/ Kofferdepot genutzt. Wir fanden die Unterkunft gemütlich, funktional und sauber, für diesen Preis super! Anderen mag es zu spartanisch sein, aber wenn man mit Kind reist, hat man seinen Innenarchitekten ja eh mit dabei. 🙂
Vater und Sohn_lifeaintoverde
Die Kochzeile war mit Kühlschrank mit Eisfach, zwei Kochplatten und einer Spüle ausgestattet sowie mit dem nötigsten an Geschirr und Kochzubehör und Kleinelektrogeräten (Toaster, Wasserkocher). Der Kühlschrank ist auf Bodenhöhe, mit Vor- und Nachteilen für die Kleinkindfamilie: Kind kann sich selbst seine Milchflasche holen (diese Gewohnheit übernahm Sohnemann für daheim), der Weißwein* muss aber anderswo gelagert werden.
Das Bad hat WC, Bidet, Wanne und Waschtisch, wobei Keramik und Armaturen ziemlich neu schienen. Ein Föhn ist vorhanden, den könnt ihr aber getrost ausgeschaltet lassen, pustet nur schwach.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Klimaanlage lässt sich im Apartment selbst regulieren. Von Wohn- und Schlafzimmer aus führen jeweils Türen auf den Balkon. Das nutzte Junior natürlich wie zuhause dafür, ein paar Runden im Kreis zu laufen.
Im Schlafzimmer kann man das Bett wie ein Doppelbett zusammenschieben oder als zwei Einzelbetten aufbauen. Der große Wandschrank bot genug Platz – aber wer hat sich diese dämlichen Kleiderbügel ausgedacht, von denen man nur die Hälfte abnehmen kann? Das Babybett passt locker mit ins Zimmer. Und für den Mittagsschlaf konnte man den Raum sehr gut abdunkeln. Ein Wickeltisch lässt sich ja immer selber bauen: Lesetipp
Interessant für Eltern selbstständiger Kinder: Die Türen zu Bad und Schlafzimmer lassen sich nicht absperren; den Drehknopf können Zweijährige aber auch nicht selbst benutzen, kommt also alleine nicht rein oder raus. Die Apartmenttür lässt sich abschließen und hat eine Klinke.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auf dem großen Balkon standen die obligatorischen drei Plastikstühle, Tisch und Wäscheleine, davor eine große Pinie als Sichtschutz, Schattenspender und Vogelhaus. Zumindest was Junior angeht, war das Balkongeländer kindersicher. Alle zwei Balkone trennt eine Zypresse die Apartments zusätzlich zur Trennmauer voneinander ab, das sorgt für Privatsphäre.

Unser Zimmer Nummer 204 lag ziemlich am Ende eines Gebäudes, nicht unmittelbar am Pool, aber nah genug, um das Blau zu sehen und das Sprudeln des Wassers zu hören.
Der (unbeheizte) Außenpool ist schon echt hübsch! Es gibt einen Nichtschwimmer-Bereich (1,10 Meter Tiefe), einen tiefen Bereich (1,9 Meter), einen kreisrunden Kleinkind-Bereich (0,6 Meter) und einen nicht begehbaren Brunnen sowie eine Pool-Bar. Als wir das Hotel besuchten, war es nicht voll. So fanden wir zu jeder Tageszeit problemlos freie Liegen, die wir mit Junior eh nicht benutzen „durften“.

Mutter und Sohn_lifeaintoverde

Den Parkplatz des Hotels hätten wir ohne Anweisung der Rezeption niemals alleine gefunden – und ohne Schlüsselkarte auch nicht die Schranke aufbekommen. Nach dem verspäteten Flug und dem stundenlangen Warten auf den Mietwagen hätte uns das fast den Rest gegeben, aber der Empfang im Hotel war sehr freundlich, und weitere Überraschungen blieben uns erspart. Wie man allerdings zur Hochsaison einen Parkplatz finden soll, ist mir schleierhaft.

Es gibt kein kostenloses W-Lan. 5 Euro pro Tag bzw. 15 Euro pro Woche zahlt man hier, bei ungewisser Qualität. Klar, man überlebt sowohl den Preis als auch den Verzicht aufs Internet. Ich finde es trotzdem doof.

Weiteres zum Resort Inturotel

Zur Anlage von Inturotel gehört auch ein kleines Hallenbad, welches total grausig ist: klein, laut, anarchistisch, unfunktionell. Wir waren eine Minute drin, also eine Minute zu lang. Mit Babys und KIeinkindern rate ich ganz ehrlich davon ab. Stresserprobte, schwimmtüchtige Kinder zwischen 6 und 16 könnt ihr reingehen lassen; es gibt ein 1,60 Meter tiefes Becken und einen warmen Whirlpool.
Das Frühstück wäre mit rund 12 Euro, Halbpension mit 20 Euro zu Buche geschlagen. Zu Inturotel in Cala d’Or gehören diverse andere Hotels wie das Esmeralda. Dort befinden sich der Mini-Club, die Badebucht mit Strand und das Restaurant.  Wir haben auf Selbstversorgung und die nicht zum Hotel gehörige Gastronomie gesetzt. Ein paar Restaurants habe ich hier vorgestellt.
 Cala d'Or Inturotel Bucht (2)

Angebote für Kinder: Mini-Disco, Spielplätze, Minigolf und Vergnügungspark

Jeden Abend gibt es für die kleinen Gäste des Resorts eine Show mit Scherz und Musik unter freiem Himmel. Offenbar sind die Abläufe jeden Tag recht ähnlich, ein Dutzend Kinder macht begeistert mit. Junior wollte nicht zur Bühne – er tanzt generell nicht – schunkelte aber mit, war hin und weg und versuchte seine Garderobe an die der Animateure anzupassen. Abgesehen von der Kinderdisco ist er noch zu klein für das vom Hotel veranstaltete Kinderprogramm, welches mit vier Jahren beginnt.

Direkt neben dem Miniclub liegt einer der Spielplätze mit jeweils einem Bereich für Ein- bis Vierjährige und einen für Kinder bis zwölf Jahre. Der Kleinkindspielplatz passte sehr gut zu Größe und Fähigkeiten von Junior, nur die hyperaktiven älteren Kinder haben genervt, weil sie sich nicht an die Altersbeschränkung halten wollten. Im Sommer könnte es dort aber recht heiß werden.
Inturotel Cala d'Or Spielplatz
Der Vergnügungspark entlang der „Hauptstraße“ ist nicht zu verfehlen: Zwei Go-Kart-Bahnen, etliche münzschluckende Fahrzeuge, ein kleiner Pool mit Booten, und über allem thront eine Superhelden-Hüpfburg. Nix für Puristen. Wenn man den Besuch nicht zu lange ausdehnt, kommt man auch wieder raus, ohne Hemd und Hose zu verlieren. Die Fahrzeuge kosten ausnahmslos 1 Euro, auch wenn bis zu vier Kinder Platz haben. Junior jedenfalls fand es großartig! Die Hüpfburg gibt es für drei Euro am Tag. Größere Kinder können auf Riesen-Trampolins springen. Toiletten und ein Kiosk decken die Grundbedürfnisse ab.
Cala d'Or Fun Park

Selbstversorgung: Spar, Eroski & Co.

Sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto sind diverse Einkaufsmöglichkeiten erreichbar. Wein aus Mallorca_lifeaintoverdeGut zu wissen: Auch an Sonn- und Feiertagen haben viele Supermärkte auf der Insel regulär oder zumindest kurz geöffnet.

*Schaut euch beim Wein ruhig nach solchem aus lokaler Erzeugung um. Gekennzeichnet ist der Mallorquiner Weiß- und Rotwein mit dem üblichen Label „Denominacio d’origen“.

Ausflugsziele

– in der Nähe von Cala d’Or

Mondrago Naturpark Mallorca_littlelife Kindertrage_lifeaintoverdeNaturpark Mondrago: Wandern & Strand – mehr dazu in diesem Beitrag

Porto Petro: Gleich neben Cala d’Or liegt das Fischerdörfchen Porto Petro. In Cala d’Or lassen sich Fahrräder ausleihen, für die kurze Strecke reicht die Fitness bestimmt aus. Hier gibt es einen Hafen, in dem viele kleine Boote liegen – die nicht dem Fischen dienen. Das ist ganz beschaulich anzusehen, bestimmt auch beim Essen. Parkplätze in Hafennähe sind begrenzt – noch ein Argument fürs Fahrrad.

– mit dem Auto

Naturpark s’Albufer (ca. 60 km): Wandern, Vogelbeobachtung & Strand – mehr in Kürze

Porto Cristo (ca. 26 km): Da die Coves del Drac (Tropfsteinhöhlen) mit kleinen Booten befahren werden, sollten Kinder für den Besuch schon älter sein. http://www.cuevasdeldrach.com/de/

 

Palma (ca. 65 km) : Kathedrale, Sightseeing, Aquarium & Co.
Advertisements

3 Kommentare Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s