Urlaub mit Kleinkind in Dänemark Teil 2: Kopenhagen

Wann immer ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, im Ausland zu leben, musste ich verneinen. Wo könnte ich es so schön, sauber, vertraut haben wie beispielsweise in München? Seit ich für ein paar Tage in Kopenhagen war, kann ich endlich eine andere Antwort geben. 🙂

Kopenhagen bildete den Auftakt unserer mehr als zweiwöchigen Dänemark-Rundreise. Wir waren nur im Zentrum unterwegs.

Was machen mit Kleinkind in Kopenhagen?

Tivoli-Freizeitpark

Man sagt, Walt Disney hätte sich vom Tivoli-Park für das Disneyland inspirieren lassen. Wer das liebevoll angelegte Gelände besucht, kann das gut nachvollziehen. Es gibt hier, mitten im Herzen Kopenhagens, klassisches Karussell, Fahrt mit Drachenbooten oder Oldtimern, Rosengarten und Ballett ebenso wie angstschweißtreibende Achterbahnen und freier Fall. Es sind unterschiedliche kulturelle Anlehnungen wie etwa ein chinesischer Turm, das Taj Mahal  oder auch ein großes Segelschiff zu sehen. In einem Teil des Parks findet man insbesondere Fast-Food und Knabbereien, im anderen Teil setzen sich gut gekleidete Menschen in feinen Restaurants zu einem langen Essen oder ins Theater. Das Kostenmodell ist anders als in anderen Freizeitparks: Man zahlt am Eingang bereits rund 15 Euro (120dkr) pro Erwachsenem,  Kinder bis 8 Jahren sind frei. Der Eintritt in die Fahrgeschäfte kostet ab dem ersten Geburtstag nochmal extra, nämlich 25 oder 50 dkr, oder alternativ 230 dkr als Flatrate. Frei hingegen ist das Pantomimen-Theater und Ballett, das älteste Gebäude des Tivoli. Hier haben wir uns einfach auf das Gras vor die Bühne gesetzt. Ich war total überrascht, wie fasziniert Junior davon war – wieder etwas darüber gelernt, wie schnell man Kinder falsch einschätzt. 😉

 

Botanischer Garten

Der botanische Garten von Kopenhagen ist kostenlos. Hier kann man einfach mal einen Mammutbaum umarmen, Papas Schatten jagen oder Brücken und Treppen rauf und runter rennen. Manchmal braucht es gar nicht mehr! Geöffnet hat er von 8:30 bis 18 Uhr, Eingänge befinden sich an der Øster Farimagsgade 2 B und der Gothersgade 130. Mehr Infos auf der Website des Naturkunde-Museums.

Kopenhagen botanischer Garten_lifeaintoverde (2)Kopenhagen botanischer Garten_lifeaintoverde

Kleine Meerjungfrau

Süß ist sie ja schon, die kleine Meerjungfrau, mit 125 Zentimetern eines der kleinsten Wahrzeichen der Welt. Die Bronzefigur beruht auf dem tragischen Märchen und ist an der Uferpromenade Langelinie zu finden. Wie bei jedem Prominenten scharren sich die Massen drumrum, und es wird versucht mit Kitsch Kasse zu machen. Wir statteten ihr einmal zu Fuß und dann am nächsten Tag nochmals zu Boot einen Besuch ab, weshalb ich euch auch diese zwei unterschiedlichen Fotos präsentieren kann.

Kopenhagen kleine Meejungfrau Front_lifeaintoverdeKopenhagen kleine Meejungfrau Back_lifeaintoverde

Nyhavn und Bootsrundfahrt

Der neue Hafen ist ein Anziehungspunkt für Touristen. Alte, bunte Häuser, leckeres Essen und natürlich Bootsfahrten versprechen einen bleibenden Eindruck. Es gibt Hop-On-Hop-Off-Boote, die sich im Kombiticket mit den bekannten gleichnamigen Bussen nutzen lassen: Stromma: hop-on-hop-off-boat

Wir haben uns stattdessen für eine 60-minütige Rundfahrt entschieden, die mit 40 dkr für Erwachsene wirklich günstig ist. Impressionen gibt es in der folgenden Galerie, weitere Infos hier.

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Smørrebrød essen

Kopenhagen ist so international, hier könnt ihr wirklich alles essen. Bei all der Internationalität war es uns dann aber doch wichtig, die lokalen Köstlichkeiten zu probieren: Smørrebrød (dänisch smør ‚Butter‘ und dänisch brød ‚Brot‘). Dass es sich dabei keinesfalls immer um ein Butterbrot handelt, wie der Name vermuten lässt, zeigte unser Besuch bei Ida Davidson. Die kleinen Mahlzeiten starten dort bei umgerechnet 10 Euro, lassen sich nicht in der Karte, sondern direkt in der Vitrine aussuchen und sind nur zwischen 10:30 und 17:00 Uhr zu haben. Adresse: Store Kongensgade 70

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Hotel in Kopenhagen: Best Western Hebron

Wir hatten zwei Nächte in dem zentralen, bahnhofsnahen Hotel Best Western Hebron gebucht, unser kleines Standard-Zimmer befand sich im vierten und somit obersten Stockwerk und kam inklusive Dachschräge. Für diese kurze Zeit war die Größe gerade noch okay, aber es fehlte zu dritt doch hinten und vorne an Platz, nach Anzahl der Zahnputzbecher war es wohl auch eher auf eine einzelne Person ausgelegt. Auf der Hotel-Website findet sich kein Bild unseres Zimmers, und ich selbst konnte ohne Fischauge für die Kamera auch kaum ein Foto machen. Die Einrichtung bestand aus: Doppelbett mit zwei Nachttischchen, schmalem Kleiderschrank mit Safe, Flatscreen-TV, Klimaanlage, Sessel, Schreibtisch mit Stuhl und Tee-Ecke, Kofferbock. Immerhin: Ein Babybett fand Platz. Richtiges Abdunkeln des kleinen, nach hinten ausgerichteten Fensters war nicht möglich. Das moderne Bad besteht aus Dusche mit Duschvorhang, WC und Waschbecken.

Das W-LAN war ausgezeichnet. Was mich außerdem versöhnlich stimmte, war das perfekte Frühstück. Es war nicht die Auswahl – die sehr gut war – sondern die Qualität des Angebots, ob nun einfaches Rührei, aromatischer Kaffee oder verzückender Käse. Junior begeisterte sich natürlich für das Gebäck. Die Einrichtung des Hotels ist klassisch, mit viel Holz.

Parken ist direkt vor dem Hotel möglich, zu den üblichen Preisen, wie in meinem vorherigen Artikel beschrieben. In weniger als zehn Minuten ist man zu Fuß beim berühmten Tivoli-Park, Essen aller Kontinente und Einkaufsmöglichkeiten gibt es ebenfalls in Fußweite. Man darf sich nur nicht am Strip-Club direkt neben dem Hotel stören.

Ich würde das Hotel für Familien nicht weiterempfehlen, weil die Zimmergröße einfach mit keinem der Raum-Bilder zusammenpasst und ich echt nicht gerne die Katze im Sack kaufe.

Weiterlesen

Dänemark Teil 1: Flug von München nach Kopenhagen und Autofahren mit Mietwagen

Dänemark Teil 2: Was macht man mit Kleinkind in Kopenhagen?

Dänemark Teil 3: Helsingör, Hamlets Schloss, Strand-Urlaub

 

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