Mama und die liebe Figur

Ein bisschen an den richtigen Stellen abnehmen und fit werden. So schwer kann das doch nicht sein, oder? Auch bevor Junior kam, hatte ich kein Idealgewicht, aber ich konnte mich gut ins rechte Licht rücken.

Ich kann mich ja wunderbar in Projekte vertiefen – mein Mann würde es in aller Liebe wohl „reinsteigern“ nennen. Was aber gesunde Ernährung und Sport betrifft, da muss ich aufpassen, dass mir auf halber Strecke nicht die Puste ausgeht (bildlich gesprochen). Mit kleinem Kind, das zu wenig schläft, und 30+-Stunden-Job finde ich in aller Regel schnell eine Ablenkung oder Ausrede. Deshalb brauche ich Methoden und Werkzeuge, die mich motivieren und sich einfach einbauen lassen.

Balken und Diagramme, Baby!

Erstmal zum Status Quo: Ich messe mal mit der Waage, mal mit dem Maßband, mal mit dieser Hose, die doch mal so gut gepasst hat. Am eindeutigsten ist das Bauchgefühl: Wenn ich glaube, dass ich das Falsche esse und zu viel rumhocke, dann stimmt das in der Regel. Und ja, mir braucht keiner erzählen, dass ein Teil der Mama-Hüften nicht mehr weggeht.

Ich bin jemand, der „Gamification“ im Leben braucht – „...Anwendung spiel­typischer Elemente in einem spielfremden Kontext (…). Zu diesen spieltypischen Elementen gehören unter anderem Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen.“ – Danke, Wikipedia. 😉

Ich trage zum Beispiel einen Schrittzähler. Keine Uhr, die alle Daten in eine App sendet, damit ich mich weiter optimieren kann. Dafür kann ich genau sehen, ob ich die empfohlenen 10.000 Schritte am Tag geschafft habe. Das klappt an einem normalen Arbeitstag mit erträglichem Wetter sogar ganz gut (aber auch bei Minus 12 Grad), wenn ich alle Wege zu Fuß zurücklege, außer natürlich die Strecke mit der U-Bahn: zur Kita, zur U-Bahn, zum Büro – und zurück. Und wenn ich das Rad nehme, habe ich an diesem Tag auch schon über eine Stunde Sport gemacht.

Weniger essen braucht auch nicht mehr Zeit!

Ich habe kürzlich ein Buch gelesen, das meine Sichtweise auf Diäten, was der Körper braucht und was nicht, und was andere über meine Ernährung mitzureden haben, nachhaltig beeinflusst haben: „Fettlogik überwinden“ von Dr. Nadine Hermann. Die Autorin räumt mit jeder erdenklichen Diät-Theorie auf und kürzt es auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herunter: Auf die Kalorien kommt es an, ob man zu- oder abnimmt, nicht die Stunden auf der Yoga-Matte. Das hört nicht jeder gerne, dem das zu einfach ist – schließlich gehen dann quasi alle Ausreden aus.

Ich habe es jedenfalls voll angenommen und schaue mir seit ein paar Wochen wieder genau an, was ich esse; dabei achte ich vor allem auf Kalorien und Proteine und nutze die App Yazio. Wenn mir noch Eiweiß fehlt, das ja so richtig schön satt macht, mache ich mir gerne einen Shape Shake von foodspring – schmeckt wie Milkshake. 😉

Revival aus den 90ern: Bauchmuskeln durch Nichtstun

Ich teste auch gerade ein EMS-Gerät für daheim. Das Gerät überträgt schwachen Strom an Elektroden, die auf der Haut kleben. Dadurch zieht sich der Muskel zusammen. Das ist nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Ich schwöre aber darauf. Wenn man es das erste Mal benutzt, sieht man den Effekt am einfachsten dort, wo das Fett-Muskel-Verhältnis eh schon gut ist – in meinem Fall waren das Anfang des Jahres die Oberarme. Sind die nicht bei allen Mamas gut trainiert? 😉 Der Strom kann sein Werk verrichten, während ich koche, Wäsche zusammen lege, Junior ins Bett bringe oder fernsehe. Der Vorteil von EMS: Die „Muskelermüdung“ setzt nicht so schnell ein, und man verletzt die Muskeln nicht. Folglich gibt’s keinen Muskelkater. Wunder darf man keine erwarten: Die Fettschicht über dem Muskel bleibt nämlich, wenn man nicht auch was an der Ernährung dreht und/oder Ausdauersport macht. Dass es bei mir funktioniert, lässt sich nicht bestreiten. siehe: Saneo Sport Muskelstimulator

Wer sich mehr bewegt, fühlt sich besser

Wem es zu viel Stress ist, für Jogging oder Fitnessstudio jedes Mal die Kinderbetreuung zu organisieren, kann sich auch zu Hause austoben. Entweder man opfert ein paar Quadratmeter für einen Crosstrainer (teures Vergnügen in München), oder man weicht auf den Fernseher aus. Wenn ich mich schinden will, schalte ich „Shred for Beginners“ von Jillian Michaels an. Dann kann ich mich aber eine Woche nicht mehr rühren und verliere die Motivation. Sinnvoller ist das Training von Verena Brauwers: in 4:3, SD, ohne Schnitte und Motivationsrufe, schlechter Ton. Dafür halte ich die Stunde Sport auch durch. Da sie selbst Mutter ist, gibt es von ihr auch was für die Schwangerschaft und zur Rückbildung. Nach 35 Minuten fluche ich dann aber doch das erste Mal. Dann ist es sehr rührend, wenn aus dem Off kommt „Mama, das machst du gut!“. Dann schaffe ich auch noch die nächste Viertelstunde.

Gerade gibt es aber das Angebot bei McFit, zwei Monate Fitnessstudio für je 5 Euro zu bekommen. Da werde ich wohl noch last minute zuschlagen.

Schummeln geht immer!

Und wenn alles nichts hilft, dann zaubert die passende Unterwäsche ja immer noch ein paar Kilo weg. 😉

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