Kraxen-Test: Unterwegs mit der Voyager S4 Child Carrier von LittleLife

Ich bin ein ganz großer Trage-Fan, ebenso wie Junior. Mit gestiegener Mobilität – und gestiegenem Gewicht – des kleinen Mannes, wird das Trage-Erlebnis aber immer seltener. Deshalb darf heute Mal wieder meine Freundin Babsi das Vorstellen einer neuen Kraxe übernehmen, kurz nachdem Sie über ihre Reise durch Neuseeland berichtet hat. Ich bewundere sie und ihren Mann dafür, dass Sie nicht nur das Gewicht ihres Einjährigen sondern auch das des großen Bruders noch schultern!

Disclaimer: LittleLife hat uns die Kraxe zu Test-Zwecken kostenlos und ohne Bedingungen zu stellen zur Verfügung gestellt. Das hat keinen Einfluss darauf, wie das Produkt bewertet ist. Dass ich selbst LittleLife toll finde und auch Freunden rate, nicht nur Deuter und Vaude in Betracht zu ziehen, habe ich ja schon hier berichtet. Der folgende Beitrag entstammt Barbaras Tastatur.

Unterwegs mit der Voyager S4 Child Carrier von LittleLife

Voyager S4 Child Carrier auf Lifeaintoverde (17)
Barbara und ihr Mann haben zwei aufgeweckte, bezaubernde Jungs. Der Ältere (2,5 Jahre) war früher in einem anderen Modell unterwegs – perfekte Testbedingungen.

Gastbeitrag – Der Frühling wurde übersprugen, der Sommer ist in München angekommen. Wer unsere Familie kennt, weiß, dass der Berg schon früh ruft. Umso mehr freut es uns, heute eine „Kraxe“ vorzustellen mit der wir unsere diesjährige Wandersaison eröffnen durften. Die Voyager S4 Child Carrier ist eine von vielen Kraxen aus dem Sortiment von LitteLife und kommt mit einigen interessanten Features auf den Markt.

Ausstattung der Kraxe:

  • Verstellbarer Hüftgurt, Schultergurt und Brustgurt
  • Ergonomischer Sitzbereich mit X-Anschnallgurt
  • Kinnpolster zur Unterstützung des Nackens
  • Atmungsaktives Rückensystem
  • Abnehmbarer Tragerucksack
  • Steigbügel/Fußschlaufe und Sichtspiegel
  • Wasserdichtes Standsystem
  • Sonnendach und Regen-Cover
  • Isolierte Flaschentasche

Erster Tagesausflug mit der Voyager S4

Voyager S4 Child Carrier auf Lifeaintoverde (5)
Der Einjährige nimmt den ersten Ausflug gelassen. Und Papa hält die Bewegung warm.

Ich denke, ihr seid nun genug mit technischen Details versorgt, ab geht es mit uns zum Praxistest nach Mittenwald. Auf unserem allerersten Ausflug Ende März führte uns unsere kleine Wanderung trotz niedriger Temperaturen zum Lautersee. Ohne uns vorher mit den möglichen Einstellungen der Kraxe vertraut gemach zu haben, sitzt sie nach dem ersten Festziehen der Gurte weitaus angenehmer als unsere bisherige Kraxe. Sie lässt sich gut aufschultern und ist mit einem Gewicht von 3,2 Kilogramm trotz robuster Bauweise erstaunlich leicht. Hier lässt sich ein großer Unterschied zu unserer Kraxe von Jack Wolfskin feststellen. Durch ihr Standsystem ohne Ausfahrhalterung gibt es auch keine störenden Bügel, die in den Rücken hineindrücken.

Test zur LittleLife Voyager Kindertrage auf lifeaintover.jpg

Unser ältester Sohn ist zur Testzeit zweieinhalb Jahre alt und wiegt etwa 16 Kilogramm. Trotz seiner Größe sitzt er erstaunlich gut in der Voyager-Trage. Das Rückenteil ist auf seine Größe anpassbar, und das zusätzliche Kinnpolster trägt zum Komfort deutlich bei. Hier war unser kleiner Wanderer sehr begeistert, als er die Dinosaurier und Eulen darauf entdeckte, was dazu führte, dass er sich sofort in die Kraxe setzen wollte. Somit ist die Trage auch für Kinder sehr ansprechend gestaltet. Ein sehr hilfreicher Faktor für Eltern und Kinder sind die integrierten Steigbügel. Die Füße der Kinder sind in ergonomischer Position anstatt lose vor sich hin zu baumeln. Auch das erhöht deutlich den Sitzkomfort. Weiterhin ist es ein Paradies auf Erden nicht bei jedem Schritt die Füße seines Kindes in die Seiten zu bekommen. Auch hier ein deutlicher Vorteil gegenüber unserem alten Modell.

Der abnehmbare Rucksack

Bergauf trägt mein Mann die Kraxe. In der großen Tasche haben wir lediglich leichte Wechselwäsche für unsere zwei Jungs dabei. Ich übernehme den kleinen abnehmbaren Rucksack, der sich als wahres Stauraumwunder erwiesen hat. Er bietet in zwei Fächern Platz für etwa drei Gläschen, acht Windeln, eine Packung Feuchttücher und zwei Kinderflaschen. Er ist schnell durch ein Zip-System abzunehmen und lässt sich sehr gut auf dem Rücken tragen. Mein Mann ist froh, nur die Kraxe samt Kind bergauf tragen zu müssen, vor allem wenn der große Wanderer auch mal in die Kraxe möchte. Der abnehmbare Rucksack ist ein sehr cleveres System, das ich nicht mehr missen möchte. Eine der Trinkflaschen haben wir in der Seitentasche verstaut. Sie ist isoliert und ist somit auch vor undichten Kinderflaschen geschützt. Bergab entdecken wir durch Zufall einen herausnehmbaren und am Seil befestigten Spiegel, mit dem man sein Kind während des Wanderns beobachten kann, ohne die Kraxe absetzen zu müssen. Der erste Eindruck ist weitaus positiv.

Eine Woche durchs Allgäu: Komfortest auf der Langstrecke

Voyager S4 Child Carrier auf Lifeaintoverde (8)
Fällt in die Kategorie „schwieriges Gelände“. Da sollte man immer die Gesamthöhe der Trage berücksichtigen. 🙂

Aber wie bewährt sich die Voyager S4 Trage im etwas schwierigeren Gelände auf längeren Touren? Unserer Erfahrung nach überdurchschnittlich gut. Selbst nach fünf Stunden lässt sich die Trage immer noch angenehm auf dem Rücken tragen selbst mit dem 16 Kilogramm-Passagier an Bord. Die Trage sitzt gut auf dem Rücken und auch im ausgesetzteren Gelände fügt sie sich auch  erstaunlich an den Körper an. Und dies sogar am letzten Tag, an dem sich der Muskelkater in Rücken und Schultern meldet.

Ein weiteres großes Plus der Kraxe ist der verstellbare ergonomische Sitz für Eure Kinder. Wir gehen grundsätzlich mit unseren beiden Weltentdecker auf Tour. Wie Kinder nun eben mal so sind, wollen sie auch mal Kraxen tauschen. Das ist mit der Voyage S4 sehr schnell zu bewerkstelligen. Sie lässt sich durch das verstellbare Rückenteil individuell an die Größe eures Kindes anpassen. Der Vorteil hieran ist, dass selbst wenn ihr nur ein Kind habt, die Kraxe einige Zeit lang perfekt sitzen wird, egal wie schnell euer Kind wächst. Auch die Eltern, die sich  Sorgen machen ihr Kind zu früh in die Kraxe zu setzen, sollten sich dieses Modell genauer anschauen.

Auch unsere kleinen Weltentdecker brauchen mal eine Pause. Träumen lässt es sich in der Voyager S4 hervorragend. Das Kinnpolster lädt geradezu dazu ein, es sich bequem zu machen und die kleinen niedlichen Dinosaurier, die das Polster zieren, werden von dem ein oder anderem Sabberfleck dekoriert. Und das Wichtigste: Die kleinen Träumer kippen mit dem Kopf nicht allzusehr zur Seite hinaus. Dazu trägt auch sicherlich der ausfahrbare Sonnenschutz mit seinem seitlichen Netz bei, der die Kleinen auch beim Schlafen den ganzen Tag über schützt. Durch das aufgeklappte Sonnendach lehnt der Kopf oft automatisch gegen die Halterung und kann somit nicht derart abknicken wie wir es aus der Jack Wolfskin Kraxe gewöhnt sind.

Wir wurden mit den kaiserlichsten Wetter hier im schönen Allgäu begrüßt und auch hier fällt sofort das Atmungsaktive Rückensystem auf. Zu keiner Zeit hat einer von uns Trägern einen nassen Rücken. Hier können wir nur einen Daumen hoch geben.

Der einzige Minuspunkt ist die Stabilität der Kraxe beim Rein- und Rausnehmen des Kindes. Die Voyager S4 Trage hat keine ausfahrbare Halterung was beim Tragen sehr angenehm ist, jedoch beim Rein- und Rausnehmen des Kindes aus der Kraxe einem nicht das 100-prozentige Gefühl des Kippschutzes vermittelt. Man traut dem Frieden nicht ganz, aber vielleicht ändert sich dies mit der Zeit.

Maximales Tragegewicht und Alter

Wer von unserer Voyager S4 Trage genauso begeistert ist wie wir, kann die Trage exklusiv auf der Seite von LittleLife für umgerechnet 240 Euro versandkostenfrei bestellen. Die Trage ist auf Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren und Träger mit einem Maximalgewicht von 20 Kilo ausgelegt. Der Träger sollte zwischen 1,57 bis 1,93 Metern groß sein

Fazit:

Test zur LittleLife Voyager Kindertrage auf lifeaintoverdeDie Voyager S4 Kraxe von LittleLife ist ein absolut clever durchdachtes System für Familien, die gerne auch mal länger im anspruchsvollen Gelände unterwegs sind. Wir sind mit der Trage mehr als zufrieden. Wir waren zuvor noch nicht mit dem Hersteller vertraut, da man hierzulande eher die Tragen von Deuter, Jack Wolfskin etc. kennt, aber es lohnt sich definitiv andere Tragen auszuprobieren. Auch die weiteren Modelle wie zum Beispiel der Tragerucksack für Flugreisen sehen ansprechend aus und machen Lust, diese auf neuen Reise auszuprobieren.

Voyager S4 Child Carrier auf Lifeaintoverde (13)


 

Über die Autorin
Barbara TietzBarbara Tietz ist 27 Jahre alt, zweifache Jungs-Mama und wohnt mit ihrem Mann in München. Nach einer Ausbildung als Erzieherin studiert sie jetzt Rechtswissenschaft.

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