„Working Mum läuft Schweinehund davon“

Ich laufe. Das ist ein Breitensport und daher nicht weiter verwunderlich. Für mich aber, die ich den 12-Minuten-Lauf in der Schule nicht durchgehalten habe, ist das ein paar Sternchen wert.

Nun muss man auch sagen: Schulsport war (oder ist er es noch?) nur etwas für Kinder, die sich eh schon gerne viel bewegen. Wem Ausdauer oder Koordinationsfähigkeit fehlte, der lernte nicht nur nichts, sondern wurde unter Umständen sogar noch mehr abgeschreckt.

Deshalb konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass ich mit meinen sportlichen Freunden mithalten könnte. Bis mein bester Freund verkündete, sich zum Marathon anzumelden und nüchtern begann, sich die Laufschuhe zu schnüren. – War es vielleicht doch möglich einfach bei Null zu starten?

Im Frühjahr kündigte ich euch an, fit werden zu wollen und mich vielleicht sogar im Fitnessstudio anzumelden. Das habe ich auch getan. Laufen diente erstmal nur zum Aufwärmen fürs Krafttraining.

Da war ich schon stolz auf 12 Minuten. Auf 25.

Am 17.6. bin ich erstmals auf dem Laufband in einer Stunde 8,2 Kilometer gelaufen.

Am 16.9. lief ich ohne Schmerzen erstmals 15 km in 1:50 – draußen.

Jedes Mal, wenn ich etwas Neues wagte, war ich sehr skeptisch. Schaffe ich es auch draußen, mein Tempo zu halten (ohne dass im Gebüsch jemand anfängt zu lachen)? Anfangs gab mir das Laufband Sicherheit, jetzt schränkt es eher ein.

Daran, einem Trainingsplan zu folgen, habe ich nie gedacht. Da wäre ich zum einen besorgt, das gesteckte Ziel zu verfehlen. Meine Prioritäten wechseln auch täglich. Ihr seht schon am Blog, dass ich die Zeit zwischen Arbeit, Kind, Partner, Freunden, Heimwerken und Faulsein eher flexibel nutze. Schließlich brauche ich nicht noch mehr „muss“ sondern „darf“, „kann“ und „will“.

Laufen macht mir einfach Freude. Tolle Abwechslung liefert es, an unterschiedlichen Orten zu laufen: im Münchner Süden, in Frankfurt am Ufer, rund um den Hofer Untreusee. Oder im Urlaub in York, in Edinburgh und in London. Und dass man mehr essen darf, wenn man mehr Kalorien verbrennt – das ist erst recht super! 😉

Meine Gewichtsabnahme seit Anfang des Jahres habe ich ganz gut gehalten. Vor allem aber hab ich Muskeln aufgebaut. Ich habe das Gefühl: Da geht noch mehr. Das Laufen hilft natürlich, meine Errungenschaft zu verteidigen und mir noch mehr Selbstbewusstsein zu holen.

Ich freue mich, wenn ihr mich beim Laufen auch auf Instagram begleitet! @lifeaintover.de

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